Fahrzeugflotte für Retter

Fotos (5): © SMI/Thomas

Region. Rund 6.300 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich beim Katastrophenschutz in ganz Sachsen. Sie setzen sich selbstlos und freiwillig für das Leben und den Schutz anderer ein, ungeachtet dessen, welcher Nationalität sie abstammen, welcher Religion sie angehören oder aus welcher Schicht der Gesellschaft sie kommen. In den Augen der Helfer sind alle, die ihre Hilfe benötigen, gleich. Man mag gar nicht daran denken, was wäre, wenn es diese Retter nicht gäbe. Umso wichtiger ist die materielle Unterstützung derer, die bereit sind, uns tagtäglich im Notfall zu Hilfe zu eilen. Daher war die Übergabe der neuen Fahrzeugflotte für den Katastrophenschutz in Sachsen kürzlich in Dresden nicht nur eine Bereitstellung von 26 neuen Spezialfahrzeugen an Einheiten des sächsischen Katastrophenschutzes, sondern über dem hinaus vor allem eine Wertschätzung ihrer unabkömmlichen Arbeit.

Hierzu Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller: „Ehrenamt mit Blaulicht ist eine Herzensangelegenheit. Zahlreiche Freiwillige engagieren sich beim Katastrophenschutz in Sachsen. Wir geben diesen Menschen nicht nur das Bewusstsein, dass ihre Tätigkeit eine tragende Säule der Sicherheit ist, wir statten die Helfer auch mit moderner Technik aus. So machen das Ehrenamt mit Blaulicht und der Einsatz für unsere Sicherheit noch mehr Freude.“

Insgesamt wurden zwölf Hilfeleistungslösch-gruppenfahrzeuge (HLF 10 a 312.500 Euro) und 14 Gerätewagen Versorgung (GW-V a 212.500 Euro) im Gesamtwert von rund 6,7 Millionen Euro ihrer Bestimmung übergeben, u.a. ein HLF 10 an die FFW Ehrenfriedersdorf und ein GW-V für das DRK in Marienberg.

Die Fahrzeuge haben in der Regel eine Nutzungsdauer von mehr als 20 Jahren. Nach welchen Kriterien die Empfänger ausgewählt wurden, erklärt die Pressereferentin des Sächsischen Innenministeriums Patricia Vernhold: “Im Freistaat Sachsen sind die Katastrophenschutzeinheiten Löschzüge Retten (KatS-LZR) gemäß der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über den Katastrophenschutz im Freistaat Sachsen (Sächsische Katastrophenschutzverordnung – SächsKatSVO) mit jeweils zwei landeseigenen Löschgruppenfahrzeugen pro Landkreis auszustatten. Des Weiteren gibt es gemäß SächsKatSVO 33 Katastrophenschutzeinheiten „Sanitätswesen- und Betreuung, darunter zählen 30 KatS-Einsatzzüge (KatS-EZ) – drei pro Landkreis, und 3 Medizinische Task Forces (MTF) – je eine pro Kreisfreie Stadt, welche alle jeweils mit einem GW-V auszustatten sind.

Die Auswahl der Kommunen, welche ein neues Fahrzeug erhielten, bezog sich in erster Linie darauf, in welchen Gemeinden Fehlstellen vorhanden waren. Das bedeutet: Fahrzeuge wurden in der Vergangenheit wegen Unwirtschaftlichkeit (Reparaturaufwand > Restwert des Fahrzeuges), technisch veraltetem Stand sowie Ablauf der kalkulatorischen Nutzungsdauer ausgesondert und folglich war eine Neubeschaffung erforderlich, um die entstandenen Fehlstellen zu schließen. Ein weiteres Kriterium der Auswahl, welche Gemeinde ein neues Fahrzeug erhielt, ist das Vorliegen von begründeten Aussonderungsanträgen seitens der unteren Brandschutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzbehörden (uBRK-Behörde). In diesem Fall stellt die uBRK-Behörde über die Landesdirektion Sachsen an das Sächsische Staatsministerium des Innern ein Aussonderungsgesuch. Das Aussonderungsgesuch beinhaltet auch Dokumente zum Belegen der Unwirtschaftlichkeit (Gutachten durch einen vereidigten Sachverständigen, Kostenvoranschläge zu Reparaturen). Entspricht der Antrag der Aussonderungswürdigkeit eines Fahrzeuges, wird der Aussonderung zugestimmt und ein Neufahrzeug möglichst zeitnah beschafft.”

Das sind die Empfänger der neuen Fahrzeuge:

Einen HLF 10 erhielten:
Bad Gottleuba-Berggießhübel
Bautzen, Dahlen, Ehrenfriedersdorf
Geringswalde
Kirchberg
Mehlteuer
Mulkwitz
Regis-Breitingen
Riesa
Sayda
Sebnitz

Einen GW-V bekamen:
Chemnitz
Bautzen
Dippoldiswalde
Döbeln
Dresden
Freital
Geithain
Leipzig
Marienberg
Neustadt
Plauen
Radebeul
Torgau-Oschatz
Weißwasser

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