Fanbeauftragte Peggy Schellenberger rückblickend und zukunftsorientiert

Die Fanbeauftragte Peggy Schellenberger. Foto: privat

Die Fanbeauftragte Peggy Schellenberger. Foto: privat

WochenENDspiegel: Wie reflektieren Sie die Saison?

Peggy Schellenberger: Aus Fansicht war die Saison eine harte Zerreißprobe. Man schwebte zwischen der Hoffnung, vielleicht ein Wunder, wie es am Ende Kiel gelungen ist, zu schaffen und der bitteren Realität im Verein. Die vielen Geschehnisse nach dem Bekanntwerden der Finanzkrise sind ziemlich harte Kost gewesen. Sportlich gesehen gab es echte Glanzpunkte aber auch bittere Tiefschläge. Mit Abstand war das die anstrengendste Drittligasaison für alle Beteiligten.

Was waren die emotionalsten Momente für Sie?

Einer der wohl bewegendsten Momente war der Fanmarsch und die sensationelle Choreographie anlässlich des 50jährigen Meisterjubiläums. Ebenfalls Gänse hauthatte ich vor dem Heimspiel gegen Halle, als das ganze Stadion dreier verunglückter Fans gedacht hat und man merkte, was Fußball schaffen kann.

Der 2:1-Sieg in Erfurt war eine richtig starke Leistung, weil wir damit auf den Relegationsplatz kletterten. Geniale Stimmung  herrschte auch nach dem 3:1-Sieg in Rostock. Der emotionalste Moment aber war der Abpfiff nach dem Pokalsieg in Leipzig in der letzten Woche.

Was macht man als Fanbeauftrage genau?

Man ist Schnittstelle zwischen Fans und Verein und immer dann gefragt, wenn es Dinge zu vermitteln gibt. Das sind zum Beispiel Vorbereitungen zu den Auswärtstouren, Fanveranstaltungen oder Absprachen zu Choreographien und sonstigen Aktionen. Das Wichtigste ist, dass der Abstand zwischen den Ansprüchen des Vereines und den Anliegen der Fangemeinde nie zu groß wird. Es gehört also auch der regelmäßige Austausch von Fanvertretern mit Gremienmitgliedern dazu.

Was wünschen Sie sich für die neue Saison?

Ganz klar: Dass der CFC die Lizenz erhält und nicht in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Ich hoffe, dass wir es schaffen, unseren CFC wieder auf gesunde Füße zustellen. Ganz wichtig ist es, sich das Vertrauen der Fans, Mitglieder und Sponsoren durch positive Entwicklungen wieder zurück zuholen.

Der CFC hat den Sachsenpokal gewonnen, sehen Sie darin etwas Hoffnung?

„Etwas“ ist untertrieben. Es war zum richtigen Zeitpunkt dasrichtige Signal, das Leben in der Mannschaft steckt und im Zuge
des Lizenzierungsverfahren existenziell wichtig. Der Einzug in den DFB-Pokal ist sowohl finanziell als auch emotional ein ganz wichtiger Saisonschlusspunkt gewesen.

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