FC Erzgebirge Aue am Sonntag in Bochum beim Tabellenelften

Die Veilchen können noch jubeln. Gegen den Karlsruher SC reichte ein einziges Tor vom ominösen Punkt, um die Badener mit leeren Händen nachhause zu schicken. Dagegen feierten die Anhänger des FC Erzgebirge diesen wertvollen Sieg bis in die Nacht hinein. Foto: Stefan Unger

Damit feierte der neue Auer Trainer Domenico Tedesco einen Einstand nach Maß. Der Deutsch-Italiener hatte dabei Ideen mitgebracht und die umgestellte Mannschaft hat diese ganz ordentlich umgesetzt. Nur zu wenig Tore wurden (noch) aus den Chancen erzielt. Da hat der Neue noch viel Arbeit vor sich. Der junge Trainer (31 Jahre) stellte das Spielsystem auf eine Dreier-Abwehrkette um, beide Außenläufer ergänzten die Kette, so dass in der Abwehr dann fünf Verteidiger standen, die dem gegnerischen Sturm das Leben äußerst schwer machte.
Louis Samson stand erstmals als Abwehrchef im Zentrum und agierte so etwas wie ein Libero. Der Erfolg gab dem neuen Trainer recht. „So sind wir variabler und können uns den Situationen anpassen“, erklärte Tedesco.
Nun müssen die Erzgebirger aber am Sonntag in Bochum dort weitermachen, wo sie gegen Karlsruhe aufgehört haben. Die Mannschaft aus dem Ruhrpott hat zwar acht Zähler mehr auf der Habenseite und holten aus Stuttgart zuletzt einen Punkt, doch in der Zweiten Bundesliga kann Jeder Jeden schlagen. „Wir werden unser Spielsystem dem jeweiligen Gegner anpassen, eine Lieblingstaktik habe ich nicht“, so Tedesco, der nach Lage der Dinge der gleichen Anfangself auch in Bochum das Vertrauen schenken wird.
Sorgen bereiten nicht nur den Anhängern des FC Erzgebirge Aue die Leistung im offensiven Bereich. Nur wenige Chancen wurden herausgespielt, die Konter schlecht angelegt und im Abschluss fehlte den Lila-Weißen Kompromisslosigkeit. Hier ist momentan die größte Baustelle der Veilchen. Daran muss aber die gesamte Mannschaft arbeiten, nicht nur die Stürmer.
Ein Punkt im Bochum wäre in der jetzigen Situation wie ein Sieg zu bewerten.

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