FC Erzgebirge Aue: Dritter Sieg in Folge

Veilchen-Jubel nach der frühen Führung durch Clemens Fandrich. Foto. Stefan Unger

Aues Trainer Hannes Drews nahm nach dem 3:1-Sieg in Regensburg eine Veränderung in seiner Startelf vor: Kempe ersetzt Cacutalua, der eine Darmgrippe auskuriert.
Die Veilchen hatten die Gäste gut im Griff und bestimmten von Beginn an die Szenerie im fast ausverkauften neuen Erzgebirgsstadion. Die Kietz-Kicker hatten mit den Lila-Weißen ihre liebe Mühe. Deshalb kam die Führung für Aue nicht von ungefähr.
Die Führung für die Veilchen dann bereits in der 25. Minute. Clemens Fandrich probiert es einfach mal aus 22 Metern und zieht ab. Avevor will blocken, fälscht den Schuss aber mit der Wade ab und macht ihn damit richtig scharf. In hohem Bogen flog der Ball vorbei am machtlosen Torhüter Himmelmann ins Netz.
Kurz vor der Pause der Ausgleich wie aus dem Nichts. Buchtmann setzt energisch nach, Tiffert und Kalig bringen die Kugel nicht aus dem Gefahrenbereich, weshalb Bouhaddouz den Ball links im Strafraum erhält und dann mit einem wuchtigen Flachschuss aus halbrechter Position zum 1:1 einschießt.
Die Gäste gaben sich mit dem einen Punkt zufrieden und taten nur noch in der zweiten Hälfte das Nötigste. Doch die Erzgebirger wollten mehr. Immer wieder wurden gefährliche Angriffe nach vorn gebracht. Um ein Haar die erneute Führung in Minute 57, als Christian Tiffert aus 18 Meter per Freistoß die Kugel an den Innenpfosten hämmert und von dort das Streitobjekt über die Linie kullert, an den anderen Pfosten und dann ins Feld zurück springt. Dann doch noch die Entscheidung in der Schlussphase.
Ein harter, aber vertretbarer Pfiff bringt Aue auf die Siegerstraße: Buballa verspringt in der 81. Minute der Ball, im Nachsetzen berührt er Köpke von hinten leicht, der sofort zu Boden sinkt. Günsch zeigt auf den ominösen Punkt und der eingewechselte Mario Kvesic behält die Nerven und schießt die Veilchen zum Sieg.
Die Veilchen, die nach acht Spielen ohne Niederlage bis auf Platz acht vorrücken, feiern ihren dritten Sieg in Folge ausgelassen. St. Pauli, das erschreckend schwach auftrat, rutscht dagegen weiter in der Tabelle ab. Aue reist zum nächsten Spiel nach Bielefeld.
„Man hat eine Verunsicherung bei uns gespürt. In der zweiten Halbzeit lief alles auf eine Remis hinaus. Wir stehen nun als unglücklicher Verlierer da“, erklärte nach dem Spiel St. Paulis Trainer Markus Kauczinski.
„Ein Riesenkompliment und vielen Dank an die unglaublichen Fans. Wir hatten viel Ballbesitz in der ersten Halbzeit. Gegen Ende der ersten Hälfte bettelten wir etwas um den Ausgleich. In der zweiten Hälfte neutralisierte sich einiges. Insgesamt ein etwas glücklicher Sieg für uns“, resümierte Aues Trainer Hannes Drews.
St. Pauli: Himmelmann – Park, Ziereis, Buballa, Flum, Dudziak – Buchtmann, Moller (69. Neudecker), Sahin, Allagui (79. Diamantakos) – Bouhaddouz. Trainer: Markus Kauczinski.
Aue: Männel – Rizzuto, Tiffert, Kalig, Kempe, Hertner – Fandrich, Riese – Nazarov (75. Kvesic), Munsy (75. Wydra), Köpke (89. Bunjaku).
Ersatzbank: Jendrusch (Tor), Adler, Wydra, Kvesic, Härtel, Bunjaku, Strauß.
Trainer: Hannes Drews.
Zuschauer: 14.700
Schiedsrichter: Günsch (Marburg)
Assistenten: Brütting (Effeltrich), Martenstein (Cölbe)
Vierter Schiedsrichter: Wessel (Berlin)

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