FC Erzgebirge Aue geht mit magerem Remis in die Winterpause

John Patrick Straß (links) im Zweikampf mit dem ehemaligen Auer Arne Feick. Foto: Stefan Unger

Dabei konnte die Partie für den FC Erzgebirge nicht besser beginnen. In der achten Minute zog nach schöner Vorarbeit von Dimitrij Nasarov der wiederum stark auftrumpfende Cebio Soukou von halblinks in den Strafraum, vernaschte seinen Gegenspieler und schoss scharf ins lange Eck. Der Ball wurde noch abgefälscht und wurde für den Keeper Kevin Müller unhaltbar.
Nach der Führung taten die Schwaben sich schwer, gegen gut organisierte Auer Lücken zu finden. Die Heidenheimer kommen immer besser ins Spiel und hatten mehr Spielanteile, während die Erzgebirger sich im Konterspiel schwer taten und im Offensivspiel zu viele Fehler machten.
Gegen Ende der ersten Hälfte agieren die Hausherren dann besser im Umkehrspiel und fahren vor allem über die rechte Seite gefährliche Aktionen.
Halbzeit-Fazit: Die Veilchen profitieren von der frühen Führung, standen gegen das offensiv harmlose Heidenheim sicher und waren im Konterspiel das gefährlichere Team.
Kempe hatte gleich nach dem Pausentee das zweite Tor auf dem Fuß. Er schaltete sich links ein, ging klasse an Busch vorbei und nagelte das Leder aus neun Metern ans äußere linke Lattenkreuz (47.).
In der zweiten Hälfte musste Aue nicht viel tun, um die offensiv biederen Heidenheimer in Schach zu halten, tat aber selbst viel zu wenig für den Angriff.
Wieder wurde es ein Tanz auf des Messers Schneide, weil die Lila-Weißen die sich bietenden Räume nicht nutzten, um dem Gegner abzuschießen. Das sollte sich wieder einmal rächen.
In der Schlussphase machten die Gäste hinten auf, setzten voll auf Angriff und wurden in der Nachspielzeit noch belohnt.
Verhoek nickte in der 91. Minute eine Schnatterer-Ecke aufs Tor, Bertram fälscht noch leicht ab und die Kugel, dadurch von Männel nicht mehr zu entschärfen, trudelt über die Linie.
“Den Start haben wir uns anders vorgestellt und hatten Probleme in der Verteidigung. Ich musste meine Mannschaft in der Pause wachrütteln, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Wir sind sehr froh, hier einen Punkt mitzunehmen”, sagte der Heidenheimer Trainer Frank Schmidt nach dem Spiel.
“Ich bin sehr enttäuscht, das Remis fühlt sich an wie eine Niederlage. Wir haben es nicht hinbekommen, das zweite Tor zu erzielen. Man hat gesehen, dass Heidenheim bei Standarts eine hohe Qualität besitzt”, erklärt Aues Trainer Hannes Drews.
Aue: Männel – Kalig, Wydra, Cacutalua – Strauß, Kempe – Tiffert (86. Riese), Kvesic (72. Fandrich) – Soukou, Nazarov, Köpke (61. Bertram).
Reservebank: Jendrusch, Hertner, Fandrich, Riese, Rapp, Bertram, Bunjaku.
Trainer: Hannes Drews.
Heidenheim: Müller – Philp, Wittek, Beermann, Feick – Pusch (59. Glatzel), Theuerkauf (46. Griesbeck), Titsch-Rivero – Schnatterer, M. Thiel (¬74. Lankford) – Verhoek. Trainer: Schmidt.
Zuschauer: 6.500. Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel). Assistenten: Fischer (Hemer), Assmuth (Köln). Vierter Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich).

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