FC Erzgebirge Aue holt 0:2 Rückstand auf und verliert in der Nachspielzeit

Eine halbe Minute hat den Veilchen zum Punktgewinn in Fürth gefehlt. Foto: Stefan Unger

Eine halbe Minute hat den Veilchen zum Punktgewinn in Fürth gefehlt. Foto: Stefan Unger

Beide Mannschaften kamen nicht gut ins Spiel und leisteten sich viele Fehler. Einen dieser Aussetzer in der Abwehr hätte in der achten Minute gleich zur Führung der Fürther geführt. Berisha tauchte nach einem schönen Pass frei vor Torhüter Martin Männel auf und schoss über das Tor.

Aber auch die Veilchen hatten zwei Chancen durch Pascal Köpke, der zunächst aus halblinker Position knapp verzog (11.) und danach bei einem Kopfball freistehend kläglich vergab (12.). Die Gäste waren nun im Spiel angekommen und erreichten Gleichwertigkeit. Doch ab der 25. Minute hatten die Hausherren das Zepter in der Hand, weil sich die Auer viele Fehlabspiele leisteten und selbst in der Hintermannschaft Fehler produzierten.

Dabei hatten die Erzgebirger viel Glück, weil die Ronhofer viele Möglichkeiten liegen ließen. In der 32. Minute wollte Steve Breitkreuz den Ball im Strafraum nach vorn schlagen, wurde von hinten attackiert und traf seinen Gegenspieler, der von hinten kam am Bein, niemals ein Foul.

Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Zur Freude der vielen mitgereisten Fans, schoss Zulj das Leder über das Tor. Doch die Führung von Freis in der 39. Minute war hoch verdient für die Fürther. Freis vernaschte zweimal den kurz vor dem Absprung aus Aue stehenden Breitkreuz, der ganz schlecht aussah, und tunnelte dann aus spitzem Winkel Männel.

An der knappen Führung der Kleeblätter gibt es nichts zu deuteln. Aue spielte unter seinen Möglichkeiten, „glänzte“ durch viele Fehlpässe und einer schwachen Abwehrleistung. Christian Tiffert und PhilippRiese bekamen das Spiel nach vorn nicht in den Griff. Die Führung hätte zu diesem Zeitpunkt auch höher ausfallen können.

Die Strafe folgte gleich nach der Halbzeit auf dem Fuße. Hatte Männel nur Sekunden vorher reaktionsschnell das zweite Tor verhindert, so war er nach einer flachen Eingabe von rechts chancenlos. Narey wurde mit einem Diagonalpass auf der rechten Seite in Szene gesetzt, der aufgerückte Rechtsverteidiger flankte flach vors Tor, Dursun wirft sich hinein und drückte den Ball in der 47. Minute aus kurzer Distanz grätschend vor Breitkreuz und Julian Riedel über die Linie. Wieder sah die Auer Innenverteidigung mehr als schlecht aus.

Nach diesem Schock mussten die Lila-Weißen etwas tun. Sie bemühten sich und versuchten in der Offensive Akzente zu setzen. Doch passierte zu wenig. Pavel Dotchev brachte in der 59. Minute Fabio Kaufmann und Cebio Soukou für Dimitrij Nazarov und Nicky Adler. Am Willen lag es an diesem Tag nicht.

Die Bemühungen der Gäste wurden in der 62. Minute belohnt. Ein Solo von Mario Kvesic schloss der Offensivmann mit einem Beinschuss gegen Torhüter Megyeri zum 1:2 ab.

Nach dem Anschlusstreffer zeigten die Veilchen ein anderes Gesicht und erspielten sich ein Übergewicht. Jetzt war man präsent, aktiv, wacher und aggressiver. Und belohnte sich mit dem Ausgleich, als in der 78. Minute Kvesic von links eine Eingabe nach innen brachte. In zentraler Position vor dem Tor schoss Soukou seinen Gegenspieler Franke an, von wo aus die Kugel über die Torlinie rollte. Das irre Spiel endete mit einem Tor in der Nachspielzeit durch Franke, der nach einer Rechtsflanke aus fünf Meter mit dem Kopf zur Stelle war und zum 3.2 einköpfte (93.).

Aue: Männel, Rizzuto, Breitkreuz, Riedel, Hertner, Tiffert, Riese, Kvesic (90. Samson), Adler (59. Soukou), Nazarov (59. Kaufmann) , Köpke.
Bank: Jendrusch (Tor), Susac, Fandrich, Kaufmann, Samson, Soukou, Toshev. Trainer: Pavel Dotchev.
Fürth: Megyeri, Narey, Franke, Caligiuri, Gießelmann, Hofmann, Rapp (68. Kirsch), Berisha, Zulj, Freis (72. Tripic), Dursun. Trainer: Stefan Ruthenbeck.
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen).

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