FC Erzgebirge Aue macht beim 1:0 Erfolg über den FCK einen Riesenschritt zum Klassenerhalt

Mario Kvesic (Mitte) schoss das Goldene Tor für die Veilchen.

Die Veilchen überholten mit diesem Erfolg den FCK in der Tabelle und haben nun drei Punkte Vorsprung auf Bielefeld, das sich mit einem 6:0-Kantersieg erst einmal auf den Relegationsrang schoss. Im abschließenden Saisonspiel reicht Aue somit auf jeden Fall ein Remis gegen Düsseldorf für den direkten Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga.
Aue setzte zwei Runden vor dem Ende der Saison auf die neue Heimstärke: Bis auf Dresden (4:1) schaffte es im Jahr 2017 kein Team, drei Zähler aus dem Sparkassen-Erzgebirgsstadion zu entführen. Gegen die direkten Konkurrenten Karlsruhe, St. Pauli, 1860 München und Würzburg gewannen die Sachsen allesamt. Und nun haben die Erzgebirger auch noch die Pfälzer in Abstiegsängste gebracht.
In der Offensive lief bei beiden in der ersten Halbzeit wenig zusammen, weil die Abwehrreihen die Begegnung kontrollierten. Deshalb passiert in den Strafräumen nahezu nichts. Die Akteure rieben sich in Zweikämpfen im Mittelfeld auf. Torchancen waren beim Seitenwechsel Mangelware.
Das erlösende 1:0 für die Veilchen erzielte in der 59. Minute Mario Kvesic mit der ersten richtigen Torchance. Pascal Köpke passte von der Grundlinie zurück auf Kvesic, der aus Nahdistanz einnetzte.
Der Jubel kannte im Sparkassen Erzgebirgsstadion keine Grenzen. Die Lila-Weißen kontrollierten nach dem Führungstor das Geschehen und zogen sich geschickt zurück, so dass sich die Gäste immer wieder die Zähne an der stellungssicheren Hintermannschaft ausbissen. Richtige Torchancen für die Pfälzer wurden nicht herausgespielt.
Aue zeigte in diesem Spiel eine hohe Chancen-Effektivität: Aus nur zwei Chancen wurde der Sieg perfekt gemacht.
Nach der Partei kam es durch Anhänger des 1. FC Kaiserslautern zu unschönen Szenen. Eine große Anzahl kletterte über den Zaun ins Innere des Stadions und beschimpften ihre Spieler.
„Beide Mannschaften haben wenig anbrennen lassen. Wir haben viel zu lange gebracht, um etwas zu bewegen. Wir sind mittendrin im Abstiegskampf“, sagte ein enttäuschter Gäste-Trainer Norbert Meier.
„Beide Mannschaften hatten anfangs wenig Mut, etwas zu riskieren. In der zweiten Hälfte haben meine Jungs ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Die Moral stimmt und wir freuen uns auf das Spiel in Düsseldorf“, erklärte Aues Trainer Domenico Tedesco nach dem Spiel.
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Aue: Männel – Kalig, Samson, Breitkreuz – Rizzuto, Tiffert, Kvesic (85. Riedel), Hertner (80. Bunjaku), Adler (64. Riese) – Köpke, Nazarov. Trainer: Domeniko Tedesco.
Kaiserslautern: Pollersbeck – Vucur, Ewerton (46. Ziegler), Heubach – Mwene, Koch , Gaus -Moritz, Halfar (74. Kerk) – Görtler, Zoua (66. Glatzel).
Trainer: Norbert Meier.
Tor: Kvesic (59.)
Schiedsrichter: Tobias Reich.
Zuschauer: 10.000 (ausverkauft)

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