FC Erzgebirge Aue: Mit der Faust in der Tasche

Pascal Testroet nach seinem Tor gegen St. Pauli. Er hofft, auch gegen Kiel am Samstag wieder zu treffen. Foto: Birgit Hiemer

FCE gegen Kiel: Auftritt des Herrn Lee

Aue. Sie geben sich kämpferisch, wollen die letzten beiden Pleiten vergessen machen. Hört man Trainer und Spieler des FC Erzgebirge Aue, dürfen sich die Fans am Samstag ab 13 Uhr auf eine aggressive Truppe freuen. Coach Daniel Meyer: „Wir haben nach den verpassten Möglichkeiten in der englischen Woche immer noch die Faust in der Tasche. Wenn man Punkte liegen lässt, wo es nach der Papierform einfacher gewesen wäre, sie zu holen, muss man sehen, dass man das gegen komplizierte Gegner nachholt.“

Kompliziertere Gegner wie Holstein Kiel. Die „Störche“ (benannt nach den roten Stutzen) stürmten letzte Saison bis auf den Relegationsplatz zur 1. Bundesliga, verloren erst in den Aufstiegsspielen gegen den VfL Wolfsburg.

Erfolg weckt bekanntlich die Begehrlichkeiten anderer Vereine. Neben dem Trainer verließen aus solchen Gründen auch drei absolute Leistungsträger die Norddeutschen. Kapitän Rafael Czichos und Dominick Drexler folgten ihrem Coach von der Förde an den Rhein, Torjäger Marvin Ducksch, der vom FC St. Pauli ausgeliehen war, wechselte zum Bundesligaaufsteiger Fortuna Düsseldorf.

Jae-Sung Lee, der Mann der Deutschland blamierte….

Dafür präsentierten die „Störche“ einen Transfer-Kracher: Sie holten Jae-Sung Lee vom japanischen Meister Jeonbuk Hyundai Motors FC. Der Südkoreaner stand für sein Land bei der WM auf dem Rasen, wirkte auch bei der peinlichen 0:2-Niederlage Deutschlands gegen die Asiaten 90 Minuten lang mit.

Für Daniel Meyer macht Lee den Unterschied aus. Der FCE-Trainer: „Lee ist neben Mühlig der Unterschiedspieler, der das Spiel prägt.“

Auch Pascal Testroet sieht in Lee einen Ausnahmespieler in der Offensive. Der Veilchen-Stürmer: „In meinen Augen ist Kiel stärker, als ich es nach den krassen Abgängen erwartet habe. Zuletzt habe sie überzeugend gegen Darmstadt gewonnen. Unser Aufritt gegen Sandhausen und die erste Halbzeit gegen Paderborn waren mies. Aber auf die 2. Hälfe können wir aufbauen.“

Testroet hofft auf die Unterstützung der Fans von der ersten Minute an, kündigt eine offensive Taktik an: „Wir müssen Ballbesitz haben, offensiv agieren, den Gegner unter Druck setzen. Es gilt, dass Spiel selbst in die Hand zu nehmen und Kiel nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

Eine Ankündigung, die Tim Walther, der Kieler Trainer, nicht teilt. Er verriet dem Veilchen-Echo: „Wenn wir mit den Grundtugenden des Fußballs ans Werk gehen, stehen unsere Chancen gut, in Aue zu bestehen. Ich erwarte, dass die Auer kompakt stehen und aus der Tiefe agieren.“

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