FC Erzgebirge Aue punktet dreifach im Abstiegskampf

Der Jubel nach dem frühen Führungstor durch Fabian Kalig war grenzenlos. Foto: Stefan Unger

Dabei spielte ihnen diesmal ein sehr frühes Tor in die Karten: Mario Kvesic schlug einen Freistoß aus dem linken Halbfeld hoch ins Zentrum. Der Aufsetzer prallt, ohne dass ihn jemand berührt, an die Latte. Fabian Kalig stand goldrichtig und hielt nur noch den Kopf hin. Mit der frühen Führung im Rücken entwickelt sich für die Veilchen ein gutes Spiel. Der Gegner wurde immer wieder unter Druck gesetzt, ein weiteres Tor war nur noch eine Frage der Zeit.
Das zweite Auer Tor fiel sieben Minuten nach dem Führungstor. Calogero Rizzuto wollte im Strafraum einen langen Ball annehmen und ging im Zweikampf mit Kurzweg zu Boden – Schiedsrichter Rohde deutete ohne zu zögern auf den ominösen Punkt.
Dimitrij Nasarov schoss in die linke untere Ecke, wo auch Keeper Siebenhandl hinhechtet. Doch der Strafstoß ist zu platziert (10.) und findet den Weg ins Netz.
Dann wurde es deutlicher. Christian Tiffert setzte in der 18. Minute Köpke sehenswert mit dem Außenrist in Szene. Der Angreifer sprintet in den leeren Raum und vollstreckt gegen Torhüter Siebenhandl.
Fazit zur Halbzeit: Aue überraschte die Kickers in den ersten 18 Minuten mit eiskalter Chancenverwertung und erspielte sich ein komfortables Polster. Die Kickers nahmen aber dennoch rege am Spiel Teil, konnten aber kaum Torchancen kreieren.
Nach dem Seitenwechsel war mit einem mal der Faden bei Aue weg. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und zeigten eine tolle Moral.
Und der Joker stach. Der eingewechselte Weihrauch verkürzte per Traumtor in der 60. Minute, dessen Schuss aus knapp 25 Metern ins rechte obere Toreck, für Aues Torhüter Martin Männel unhaltbar, einschlug.
Die Franken, die mittlerweile 14 Partein in Folge nicht mehr gewinnen konnten, versuchten danach noch einmal alles und erzwangen ein spielerisches Übergewicht.
Aues Abwehr wankte, fiel aber nicht. Bis auf eine Riesenchance von Soriano in der 82. Minute, ließen die Lila-Weißen nichts nennenswertes zu.
Basis für den Sieg war eine starke erste Halbzeit, in der die Hausherren eine nahezu hundertprozentige Chancenverwertung zeigte.
„Eine Schlüsselszene vor dem 1:0 war der Freistoß gegen uns. Aue war gut organisiert, es ist eine gute Mannschaft. Es ist uns leider nicht gelungen, Tore zu machen. Meine Truppe hat sich nie aufgegeben“, sagte Gäste-Trainer Bernd Hollerbach.
„Wir begannen furios. Das war sehr gut, aber auch etwas glücklich. Die Tore zu Beginn haben uns gut getan. Die Jungs leben. In der zweiten Hälfte haben wir zu viele lange Bälle nach vorn geschlagen. Wir sind aber sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis“, resümierte Aues Trainer Domenico Tedesco
Das nächste Spiel bestreiten die Lila-Weißen am kommenden Sonntag beim VfB Stuttgart.
Aue: Männel – Kalig, Samson, Breitkreuz – Rizzuto, Tiffert, Kvesic (74. Bertram), Fandrich (58. Riese), Kaufmann – Köpke (87. Bunjaku), Nazarov. Trainer: Domeniko Tedesco.
Würzburg: Siebenhandl – Taffertshofer, Neumann, Schoppenhauer, Kurzweg (72. Nagy) – Benatelli (58. Weihrauch), Fröde, Schröck, Daghfous – Rama (46. Müller), Soriano. Trainer: Bernd Hollerbach.
Schiedsrichter: Rohde (Rostock).
Zuschauer: 9.600. (Heimbereich ausverkauft)

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