FC Erzgebirge Aue: Sören Bertram schießt Aue zum Sieg

Der Matchwinner Sören Bertram musste nach dem Spiel zu den Fans auf den Zaun. Foto: Birgit Hiemer.

Bei den Veilchen gab es im Vergleich zum Hinspiel zwei Änderungen. Mario Kvesic und Fabian Kalig spielten für Rizzuto (Muskelfaserriss) und Nazarov, der auf der Bank saß.

Die Auer begannen sehr konzentriert und zeigen ein gutes Kombinationsspiel. Chancen ergaben sich nach Distanzschüssen von Sören Bertram (9.) und Kvesic (13.), der ein sehr gutes Spiel im Mittelfeld anbot und viele Dribblings für sich entscheiden konnte. Die Führung für die Auer kam nicht von ungefähr: Mehlem verlor in der 24. Minute die Kugel im eigenen Sechzehner leichtfertig an Rapp, der Ball springt zu Kvesic. Der Mittelfeldmann flankt vom linken Flügel – und findet Bertram, der aus rund vier Metern vor Jonas Föhrenbach einnickte. Es zeigte sich, wenn die Badener Abwehr unter Druck gesetzt wurde, werden Fehler produziert.
Nach der Führung kamen die Gäste immer besser ins Spiel, weil nun die Lila-Weißen zu passiv agierten und den Karlsruhern das Mittelfeld überließen.
Mit der ersten Chance für den KSC fiel der Ausgleich kurz vor der Pause. Nach einer Ecke von Wanitzek war Schleusener zur Stelle – und traf per Kopfball-Aufsetzer (44.).

Nach dem Wechsel mussten die Auer nachlegen, ein Remis hätte die Badener aufsteigen lassen. Und beizeiten legte Aue den Hebel um – mit Erfolg.
Bertram wurde von Fandrich in der 53. Minute am Sechzehner angespielt und zog aus halblinker Position von der Strafraumkante flach ab – der Ball schlug flach im langen Eck ein.
Nun zeigten die Gäste ein sehr gutes Vorchecking und stellten die Hausherren mehrfach vor Probleme im Spielaufbau. Der Ausgang des Spieles ist jetzt noch völlig offen, weil die Blauen jetzt stark nach vorn agieren. Doch Aue schlägt erneut zu: Kalig hat auf der rechten Außenbahn nach einem Köpke-Pass viel Platz, da er Föhrenbach überläuft. Er passt den Ball flach in die Mitte – und wieder ist Bertram zur Stelle! Der Angreifer schießt die Kugel aus rund zehn Metern unter die Latte (75.). Das war die Entscheidung.

Obwohl der KSC noch einmal alles gab und Keeper Martin Männel mehrfach über sich hinauswuchs, blieb es beim Sieg der Erzgebirger, die nach dem Spiel mit ihren Fans auf dem Rasen eine große Nichtabstiegs-Fete vollzogen.
„Wir sind froh, dass wir die Klasse halten konnten. In Karlsruhe war es wichtig, die Partie von Darmstadt zu verarbeiten. Wir haben heute viel über die Außen gespielt, das war gut so. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Ich bin stolz auf die Truppe“, resümierte Drews.
Aue: Männel – Kalig, Rapp, Tiffert, Cacutalua, Kempe – Riese, Fandrich – Kvesic (71. Nazarov), Bertram (78. Munsy), Köpke (88. Bunjaku). Trainer: Hannes Drews.
Ersatzbank: Haas (Tor), Härtel, Nazarov, Bunjaku, Strauß, Munsy, Wydra.
KSC: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot (79. Stroh-Engel), Föhrenbach – Thiede (35. Lorenz), Mehlem (67. Fink), Wanitzek, Muslija – Pourié, Schleusener.
Trainer: Alois Schwarz.
Zuschauer: 16.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Dankert (Rostock).

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