FC Erzgebirge Aue verliert nach großem Spiel beim Bundesliga-Absteiger Hannover 96

Wieder fahren die Veilchen ohne Punkte nachhause. Foto: Stefan Unger

Wieder fahren die Veilchen ohne Punkte nachhause. Foto: Stefan Unger

Der FC Erzgebirge Aue begann couragiert, selbstbewusst und hatte gleich zu Beginn zwei Riesenchancen. Zuerst kam Cebio Soukou in der sechsten Minute aus acht Metern frei zum Schuss und verzog. Dann wurde Stürmer Pascal Köpke in der siebenten Minute auf die Reise geschickt und setzte das Leder aus zehn Metern neben das Tor (7.). Das sah sehr gut aus. Als sich die Hausherren dann gefunden hatten, zogen sie ihr Spiel in die Breite und bauten Druck auf.

In dieser Phase gelang den Hannoveranern dann die Führung, als in der 23. Minute nach einem Freistoß von links der Ball durch die Abwehr flog und Martin Harnik nur noch den Kopf hinhalten musste. Einen bitteren Beigeschmack hatte allerdings der Treffer, denn Kaufmann wurde zuvor gefoult und die Veilchen hätten einen Freistoß bekommen müssen.

Überhaupt glänzte der Schiedsrichter Günsch mit vielen Fehlentscheidungen gegen die Gäste, die in diesem Spielabschnitt große Probleme im Spielaufbau hatten. Doch in der Schlussphase setzten die Lila-Weißen wieder Akzente und hatten das Heft des Handelns ergriffen. Soukous Schuss in der 41. Minute konnte in höchster Not gerade noch abgewehrt werden. Schließlich war noch einmal Köpke kurz vor der Pause durch und setzte das Leder frei aus spitzem Winkel neben den Kasten.

Nach der Halbzeitpause entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Aue. Die größte Chance besaß allerdings der Bundesliga-Absteiger durch Harnik, der nach einer Eingabe von rechts völlig frei zum Abschluss kam und den Ball an die Latte ballerte (51.). Die Auer gingen nun ein hohes Risiko und setzten frühzeitig auf die Offensive. Mit Fandrich, Kvesic und Nazarov brachte Pavel Dotchev drei frische Offensivkräfte. Alles brachte nichts: In der77. Minute erhöhte der eingewechselte Füllkrug nach schönem Grundlinien-Querpass auf 2:0. Danach hatten die Veilchen Chancen zu Toren, versagten allerdings kläglich. Wie etwa Köpke, der nach herrlichem Zuspiel von Adler frei aus vier Metern den Ball nicht traf (79.). Fazit: Wieder gut gespielt, viele Torchancen herausgespielt und Komplimente für die Erzgebirger. Kaufen können sie sich dafür allerdings nichts.

Aue: Haas – Rizzutto, Susac, Breitkreuz, Hertner – Tiffert, Pepic (74. Kvesic), Soukou (68. Fandrich), Adler – Kaufmann (76. Nazarov) – Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
Hannover: Tschauner – Sorg, Strandberg, S. Sané, Prib – Bakalorz , Anton – Sarenren Bazee (61. Füllkrug), Klaus -Harnik (90. Gueye), Karaman (85. Fossum). Trainer: Daniel Stendel.
Zuschauer: 31.100, davon 1.500 Aue-Fans.
Schiedsrichter: Günsch (Marburg).

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