Zu wenig: FC Erzgebirge vergibt Punktgewinn in Fürth

Aues Dominik Wydra (r.) konnte die Niederlage auch nicht verhindern. Foto Stefan Unger

Obwohl die Auer Gäste, die über 2.000 Fans aus der Heimat mitbrachten, besser ins Spiel fanden, keine gute erste Halbzeit der Veilchen. Hinten stand man zwar kompakt und lies wenig zu, doch nach vorn entstand zunächst keine Gefahr für das Fürther Tor. Die einzige Chance der Kleeblätter führte per Einzelleistung zur Führung. Narey bringt in der 40. Minute einen weiten Schlag von Hilbert unter Kontrolle, dreht sich nach rechts um Kalig herum, dringt in den Strafraum ein und nimmt Tempo auf. Der Verteidiger kann nicht folgen, aus elf Metern schießt Narey von halbrechts flach durch die Beine von Wydra ins linke Eck ein.
Eine verdiente Führung beim Wechsel der viel aktiveren und kampfstarken Fürther, die sich durch Nareys starke Einzelaktion mit der Führung belohnten.
Nach dem Pausentee kamen die Lila-Weißen zwar etwas offensiver, doch zunächst passierte vor dem gegnerischen Tor nichts. Die Hausherren, die auch keine Bäume ausrissen, kamen immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, während die Gäste vieles schuldig blieben. Doch mit der Einwechslung von Mario Kvesic (67.) kam mehr Wind ins Auer Spiel. Der Offensivspieler war es dann auch, der den Ausgleich für die Erzgebirger mit einer starken Einzelleistung vorbereitet. Kvesic drang in der 78. Minute in den Strafraum ein, vernaschte drei Gegenspieler und traf den Pfosten. Den zurückspringenden Ball beförderte Albert Bunjaku aus einem Meter in die Maschen.
Nur vier Minuten später hatte Pascal Köpke die Führung auf dem Fuß, als er nach einem herrlichen Pass allein aufs Tor der Fürther zulief und aus halblinker Position am Keeper scheiterte.
Die Entscheidung dann in den letzten Minuten:
Raum bringt den Ball in der 87. Minute mit allerletztem Einsatz vom zweiten Pfosten in die Mitte zurück, wo sich der eingewechselte Steininger seitlich in die Luft legt. Der Ball fliegt auf den linken Winkel, prallt genau ins Torkreuz und von dort hinter die Linie. Das war`s für Aue.
„Fürth war griffiger und wacher in den Zweikämpfen. Trotzdem hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, sagte Bunjaku nach der Partie.
Trotz der vermeidbaren Niederlage keine Panik in Aue. Man steht in der Tabelle (noch) gut auf Platz zehn da.
Aue: Männel – Kalig, Rapp, Rizzuto (67. Kvesic), Wydra, Hertner – Tiffert, Fandrich (88. Soukou), Bertram (38. Bunjaku) – Nasarov – Köpke. Trainer: Hannes Drews. Reservebank: Jendrusch (Tor), Cacutalua, Kempe, Kvesic, Riese, Soukou, Bunjaku.
Fürth: Burchert – Caligiuri, Maloca, Magyar, Wittek – Aycicek, Gjasula – Hilbert (79. Steininger), Torres (86. Raum), Narey – D¬¬¬¬ursun (89. Guggannig). Trainer: Buric.
Zuschauer: 9.510, davon 2.100 Aue-Fans.
Schiedsrichter: René Rohde (Rostock)

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