FC Erzgebirge verliert gegen den VfB Stuttgart

Aues Stürmer Nicky Adler (rechts) im Zweikampf mit Carls Mane

Aues Stürmer Nicky Adler (rechts) im Zweikampf mit Carls Mane

Das ausverkaufte Haus auf der Baustelle Erzgebirgsstadion sah eine ausgeglichene erste Halbzeit. Doch wieder einmal zeigte sich die Abschlussschwäche des FC Erzgebirge Aue. Sehr vermisst wurde Aues Torjäger Pascal Köpke, der eine Leistenverletzung auskuriert. Für ihn stürmte Dimitrij Nazarov, der keinerlei Akzente setzen konnte. Ebenfalls diesmal von Anfang an dabei: Clemens Fandrich und Mirnes Pepic. Beide bemühten sich, konnten allerdings dem Auer Spiel keine Impulse verleihen.

Die Schwaben machten in Runde eins aus zwei Torchancen zwei Tore, während die Veilchen ihre Chancen wiederum nicht nutzten. Wie aus dem Nichts die Führung in der 13. Minute. Nach einer Ecke stieg Pavard am Elfmeterpunkt am höchsten und köpfte aufs Tor. Die Kugel wäre vorbeigegangen, aber Baumgartl stand am linken Fünfmetereck und lenkte das Leder mit dem Kopf in die Maschen. Danach hatte Mario Kvesic mit einem Schuss aus 18 Metern die Querlatte getroffen (17.).

Auf das zweite Tor der Gäste brauchten die zahlreich mitgereisten Fans nicht zu warten. Mané schickte in der 24. Minute Asano mit einem weiten Ball auf der linken Seite entlang. Der Japaner ging bis zur Grundlinie durch und brachte eine Flanke an den langen Pfosten. Dort lauerte Genter, hielt aus spitzem Winkel die Innenseite hin und trifft Haas. Von dessen Körper prallte das Leder ins Tor – 2:0 für den VfB. Wieder sah die Auer Innenverteidigung schlecht aus.

Die Riesenchance zum Anschlusstreffer hatte in der 43. Minute Adler, der allein vor dem Torwart aufkreuzte, statt aber die Kugel ins Tor zu schießen, entschied sich der Stürmer für eine Schwalbe.

Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste geschickt die Räume eng und setzten auf Konter. Das ging gut auf. Die Veilchen, die keine Mittel fanden, bissen sich an der kompromisslosen Abwehr die Zähne aus und erarbeiteten sich keine Chancen.

Im Gegenteil. Die Schwaben erhöhten in der 67. Minute auf 3:0. Terodde nahm einen langen Ball von Insua im Zentrum an und zog damit beide Innenverteidiger auf sich. Der Stürmer behielt aber die Übersicht und schickte mit einem technisch guten Zuspiel aus der Drehung Mané in den Strafraum. Der umkurvte Aues Torhüter Daniel Haas und schob zum 3:0 ein. Und nach dem 0:4 leerte sich das Stadion.

Nach einer langen Flanke stand in der 76. Minute Mane am langen Pfosten frei und hatte wenig Mühe, das Leder ins Netz zu schießen. Aues Trainer Pavel Dotchev, der nun nach der erneuten Pleite sehr in der Kritik steht, sprach wieder von einem guten Spiel seiner Truppe.

Aue: Haas – Rizzutto, Susac, Breitkreuz, Hertner – Tiffert (83. Riese), Pepic, Fandrich – Kvesic (62. Samson), – Nazarov (82. Soukou), Adler. Trainer: Pavel Dotchev.
Stuttgart: Langerak – Pavard, Baumgartl, Kaminski, Insua – Zimmermann – Gentner, Özcan (46. Großkreuz) – Carlos Mané, Asano (62. Zimmer) – Terodde
Trainer: Wolf
Zuschauer: 10.000 (ausverkauft).
Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

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