FCE: Haas bereit für Wochen der Wahrheit

Daniel Haas wird gegen St. Paul im Tor des FC Erzgebirge Aue stehen. Foto: FCE

Daniel Haas wird gegen St. Pauli im Tor des FC Erzgebirge Aue stehen.
Foto: FCE

FCE vor Wochen der Wahrheit

Aue. Schlägt man im Duden den Begriff Au|then|ti|zi|tät nach, liest man folgende Synonyme: Echtheit, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit, Wahrheit, Zuverlässigkeit. Fragt man Fußballfans, fallen in diesem Zusammenhang die Namen von Vereinen wie St. Pauli, Union Berlin und FC Erzgebirge Aue.
St. Pauli und Union. Zwei Teams, gegen die die Veilchen an den nächsten beiden Zweitliga-Spieltagen antreten müssen. Am 14. Oktober spielt die Mannschaft von Pavel Dotchev am Millerntor in Hamburg. Ein Kellerduell, bei dem der 15. der Tabelle, der FCE, zum Schlusslicht reist.
Selbstvertrauen tankten die Veilchen dafür bei einem Testspiel gegen die BSG Wismut Gera, das mit 7:1 (4:0) gewonnen wurde. Martin Toshev (3x), Simon Hande (2x) und je einmal Nicky Adler und Clemens Fandrich trafen. Nicht im Aufgebot war der verpflichtete Keeper Daniel Haas, der am Montag zu weiteren medizinischen Untersuchungen und zu einem Sicherheitscheck an die Dresdner Uniklinik überwiesen wurde. Präsident Helge Leonhardt: „Wir gehen davon aus, dass alles positiv ist und Daniel schnell wieder ins Training einsteigen kann.“

So kam es. Am 11. Oktober teilt der Verein mit:

„Torhüter Daniel Haas steht diesen Freitag vor seinem Debüt im Trikot des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue. Der 33-jährige Neuzugang der Veilchen hat jetzt alle für eine Spielberechtigung vorgeschriebenen Untersuchungen erfolgreich absolviert und kann somit am Freitag  im Punktspiel beim FC St. Pauli auflaufen. „Wir sind sehr froh, dass nun alle medizinischen Untersuchungen erfolgreich verlaufen und abgeschlossen sind. Ich danke den Medizinern am HELIOS Klinikum Aue und an der Dresdner Uniklinik für die gute Unterstützung und Zusammenarbeit“, erklärt FCE-Vereinspräsident Helge Leonhardt.

Außerdem dementiert Trainer Pavel Dotchev Meldungen über eine längere Ausfallzeit von Sören Bertram bis Februar 2017. Nach Rücksprache mit dem 25-jährigen Mittelfeldspieler und dessen behandelnden Arzt erklärt der Coach: „Die Meldungen stimmen nicht. Sie entbehren jeder Grundlage, ebenso wie die von mir angeblich dazu gegebenen Aussagen. Fakt ist, dass ein Kreuzbandriss einfach seine Zeit braucht. Sören Bertram absolviert aktuell seine Reha, die absolut planmäßig und komplikationslos verläuft. Wir rechnen zum Jahresende mit seiner Rückkehr.“

Selbstvertrauen sollte vor dem Spiel in Hamburg ein Blick auf die Statistik erzeugen, die besagt, dass die Erzgebirger gegen die Hamburger in den letzten Jahren immer gut aussahen. 0:0 hieß es im März letzten Jahres auf St. Paul, 3:0 siegte man im September 2015 daheim. Insgesamt stehen bei 11 Spielen fünf Auer Siege zwei Niederlagen gegenüber.
Auch gegen Union ist die Auer Bilanz positiv. 64 Spiele gab es zwischen den beiden Mannschaften, von denen die Veilchen immerhin 27 gewannen, nur 22 verloren. Nostalgiker werden sich an die umkämpften Partien in der DDR-Oberliga erinnern, in denen bei Union Fußball-Legenden wie der katzengewandte Kult-Keeper Wolfgang Matthies oder der rotschöpfige Torjäger Ralf Sträßer aufliefen.

Aktuell liegen zwischen den Teams acht Tabellenplätze, rangiert Union auf Platz sechs und hat mit 14 Punkten Anschluss an die Tabellenspitze. In der letzten Zweitligasaison der Veilchen hieß es jeweils 2:1 für die Gastmannschaft. Union siegte zuletzt daheim 2:0 gegen St. Pauli, verloren 0:2 in Nürnberg und muss am Sonntag gegen Hannover 96 antreten.

Nürnberg und Hannover – auch zwei Klubs, die Fans mit dem Wort Authentizität verbinden…

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