Ferienzeit ist Einbruchszeit?

Ob im Urlaub oder nicht, Einfamilienhäuser, die sich am Stadtrand befinden sind immer wieder Ziel von Einbrechern. Foto: bit

Ob im Urlaub oder nicht, Einfamilienhäuser, die sich am Stadtrand befinden sind immer wieder Ziel von Einbrechern. Foto: bit

Bestimmt hat schon jeder einmal von uns geglaubt einen Einbrecher gehört zu haben.  Ein merkwürdiges Geräusch reißt einen aus dem Schlaf, die Augen weit aufgerissen und die Ohren lauschen, ob ein Einbrecher in der Wohnung ist.

Eigentlich hört man nur das Herz, welches vor Aufregung laut pocht. Am Ende war es nur die Nachbarskatze, die draußen die Gießkanne umgeschmissen hat. Leider ist es nicht immer so, nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz weist die 2015er Kriminalstatistik für die Stadt Chemnitz 279 Wohnungseinbrüche aus und damit 98 mehr als 2014. Die Aufklärungsquote lag bei 20,4 Prozenz und damit über dem Bundesdurchschnitt von 15, 2 Prozent.

Dennoch waren es 2015 immer noch weniger Wohnungseinbrüche als 2012, denn da lagen die Zahlen bei  299 Einbrüchen. Allgemein lässt sich jedoch feststellen, dass es sich in Chemnitz sicher leben, wohnen und arbeiten lässt.

Leider ist nicht nachzuweisen, wie viele Einbrüche während des Urlaubes geschahen, da diese Recherche mit nicht vertretbarem Aufwand geschehen müsste. Die Tatort-Schwerpunkte der Einbrecher sind nicht erkennbar, jedoch sind Einfamilienhäuser, die sich am Stadtrand befinden, immer wieder Ziel von Einbrechern. Sicherheitsmaßnahmen können Einbrüche verhindern.

Herr Gruß von Gruß Sicherheitssysteme erläutert: „Bei Eigenheimen eignen sich Alarmanlage die mit Mechatronik kombiniert sind. In Wohnungen empfehle ich eine mechanische Sicherung von Fenster und Türen sowie Panzerriegel an Türen.“

Gekippte Fenster und Terrassentüren sind eine Einladung für Diebe. Lediglich ins Schloss gezogene Türen stellen kaum ein Hindernis für Einbrecher dar. Deshalb sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets zu und verschlossen bleiben und die Haustür immer zweifach zu geschlossen werden.

Vermeiden Sie den Eindruck, dass Ihre Wohnung oder das Haus zurzeit unbewohnt sind. Ständig heruntergelassene Rollläden, zugezogene Vorhänge, überquellende Briefkästen oder verräterische Anrufbeantworteransagen sind hilfreiche Hinweise für Einbrecher. Auch der nicht gemähte Rasen könnte signalisieren: Hier ist niemand zu Hause.

In sozialen Medien gepostete Feriengrüße können Einbrecher auf die Spur bringen. Ein hilfreiche Maßnahme, um die Einbrecher zu verwirren ist es, Freunde, Verwandte oder Nachbarn, Ihr Zuhause während der Abwesenheit bewohnt aussehen zu lassen. Briefkasten leeren sowie Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten betätigen zu lassen. Die Erfahrungen der Polizei zeigen, dass eine aufmerksame Nachbarschaft entscheidend hilft, den ungebetenen Gästen die Tour zu vermasseln. Auch Zeitschaltuhren könne genutzt werden, um die Wohnung zu beleuchten oder das Radio an und auszustellen.

Von Nicole Neubert

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