Ferndorf erlebt sein blaues Wunder

Ladislav Brykner wird hier von zwei Ferndorfern gestoppt. Foto: Birgit Hiemer

Am 14. Spieltag der zweiten Handball-Bundesliga hatte der EHV Aue die TUS Ferndorf zu Gast in der Erzgebirgshalle. Natürlich hatten sich die Gäste, auf Platz vier liegend, einiges gegen die Erzgebirger ausgerechnet. Doch sie trafen auf einen hellwachen und hochmotivierten EHV und zogen mit 25:34 (10:15) den Kürzeren.

Ferndorf beginnt gut, aber die Auer werden immer besser

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut. Neun Spieler konnten unter der Woche nicht mittrainieren, einige bekamen aber für das Spiel grünes Licht, wie Kevin Roch, Jan Faith und Mindaugas Dumcius. Und wie man die Mannschaft kennt, rücken sie, wenn es schwierig wird, noch enger zusammen und auch das Publikum unterstützte sie nach Kräften. 1.320 Zuschauer waren in der Erzgebirgshalle Lößnitz zu Gast. Sie benötigten alledings etwas Anlaufzeit, um die Stimmung auf ein gutes Niveau zu bringen. Anders auf dem Parkett. Der EHV war von der ersten Minute an voll da. Beide Teams schenken sich nichts. Doch die Auer haben Eric Töpfer und der hatte einen Sahnetag erwischt, brachte die Gäste mit seinen Paraden zum Verzweifeln. Auch am Kreis machen die Spieler ihre Sache richtig gut. Vor allem Jort Neuteboom spielt eine sehr gute Partie. Der Niederländer spielte vorher in den Reihen der Ferndorfer. Das Wiedersehen schien ihn zu beflügeln. So hatten sich die Auer in der 19. Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung erarbeitet, den sie bis zur Pause nicht mehr abgaben.In den letzten Sekunden hielt Radek Musil einen Siebenmeter. Die Halle tobte und war endlich richtig mit im Spiel.

Nach der Pause legten die Erzgebirger noch einen Zahn zu, zogen mit 19:10 davon und bauten den Vorsprung zeitweise auf elf Tore aus. Die Zuschauer jubelten und Laolawellen zogen durch die Halle. Hochverdient gewinnt der EHV Aue gegen Ferndorf mit 34:25 und klettert in der Tabelle auf Rang 10.

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Petr Slachta verstätkt den EHV Aue. Foto: Birgit Hiemer

Ein Tscheche verstärkt das Auer Team

Zum ersten Mal zum Einsatz kam Petr Slachta. Der 25 Jahre alte Tscheche spielte im vergangenen Jahr in der ersten ungarischen Liga und stand auch schon im Team der Nationalmannschaft. Er konnte unter der Woche für den EHV verpflichtet werden, erhielt die Spielberechtigung und kam sofort in die Aufstellung des EHV Aue beim Spiel gegen Ferndorf. In den letzten Minuten des Spiels gab ihm Trainer Stephan Swat einige Minuten Einsatzzeit und 1300 Zuschauer begrüßten ihn herzlich, gibt es doch viele gute Erinnerungen an unsere tschechichen Spieler im Team. Das sind große Fußstapfen, in die Petr Slachta da tritt, doch wird er ganz sicher seine eigenen in Aue hinterlassen.

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