Finanzieller Auftakt für Neubau am Klinikum Chemnitz

Barbara Klepsch schaut gemeinsam mit Klinikum-Geschäftsführer Dirk Balster und Bürgermeister Sven Schulze aus dem Hochhaus des Krankenhauses auf den ehemaligen Hauptparkplatz, auf dem der Neubau errichtet wird. Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Rekord am Klinikum Chemnitz: Mit der heutigen Scheckübergabe an die medizinische Einrichtung wurde ein Meilenstein in ganz Sachsen gesetzt. „64,09 Millionen Euro ist die höchste Einzelfördersumme, die das sächsische Gesundheitsministerium in den vergangenen zehn Jahren an ein einzelnes Krankenhaus gegeben hat. Dies unterstreicht, welche wichtige Rolle das Klinikum Chemnitz in der sächsischen Krankenhauslandschaft spielt“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Rund 64 Millionen Euro erhält das Klinikum.

Heute konnte sie Klinikum-Geschäftsführer Dirk Balster einen Scheck in eben jener Höhe übergeben. Für insgesamt rund 87,77 Millionen Euro soll bis Ende 2022 ein vierstöckiger, zweiflügeliger Trakt mit über 26.000 Quadratmetern Fläche an der Südseite des Hauptstandortes an der Flemmingstraße entstehen, verbunden mit umfangreichen Umbauarbeiten in den bestehenden Häusern 1, 2 und 3.

Ziel ist die Zentralisierung der Kliniken für Neurologie, Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, sowie die Neustrukturierung der Hals–Nasen-Ohrenheilkunde/Kopf- und Halschirurgie sowie der Augenheilkunde am Standort Flemmingstraße. Weitere Flächen sind für ein hochmodernes OP- und Eingriffszentrum am Standort sowie technische Infrastruktur vorgesehen.

Balster spricht im Zuge der Umbaumaßnahmen von einem medizinischen Quantensprung. Das sieht man auch von Seiten der Stadt so: „Wenn das Klinikum Chemnitz als Großkrankenhaus in kommunaler Trägerschaft ein solch großes Vorhaben wie den Neubau von Haus 9 umsetzt, dann ist das zugleich ein klares Bekenntnis der Stadt zur Wahrnehmung der Maximalversorgungsaufgabe für Chemnitz und die Region“, sagte Bürgermeister und Stadtkämmerer Sven Schulze.

Das Klinikum Chemnitz verfügt als Krankenhaus der Maximalversorgung über 1.765 Planbetten und 105 tagesklinische Plätze. Zum Konzern mit insgesamt mehr als 6.500 Mitarbeitern gehören zwölf Tochterunternehmen.

Neuer Studiengang

Doch damit nicht genug. Auch mit einem neuen Studiengang will man sich für die Zukunft aufstellen. „Als Leuchtturm in der Region Südwestsachsen kommt dem Klinikum zudem eine besondere Bedeutung bei der oft schwierigen ärztlichen Versorgung in der Fläche zu. Deshalb setzen wir uns seitens des Ministeriums mit Nachdruck dafür ein, dass die ersten Studierenden des Modellstudiengangs Humanmedizin zum Wintersemester 2020/21 am Klinikum Chemnitz beginnen können“, fügte Barbara Klepsch hinzu.

Den Modellstudiengang Humanmedizin wird das Klinikum Chemnitz als Praxispartner gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden, dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und der Dresden International University Dresden (DIU) zum Wintersemester 2020/21 etablieren.

Ziel ist es, Ärztenachwuchs in der Zeit des sehr praktisch ausgerichteten Studiums im Modellstudiengang in die lokalen Strukturen zu integrieren und damit so in der Region zu verankern, dass die jungen Mediziner ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt auch nach Abschluss der Ausbildung in der Region Chemnitz und Südwestsachsen behalten. Pro Jahr sollen 50 Studierende ihr Studium in Chemnitz beginnen. Das Curriculum für den Studienablauf wird derzeit in der gemeinsamen Projektarbeit entwickelt.

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