+++Anzeige+++Finanztipp: Contract for Difference – Die Spekulation auf Börsenkurse

Immer mehr Menschen wollen bei den vermeintlich lukrativen Geschäften mitmischen. Foto: Pixabay

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Obwohl es kein Geheimnis ist, dass im Durchschnitt 75% der Kleinanlegerkonten beim Trading mit CFDs Geld verlieren, wollen immer mehr Menschen beim Handel mit Differenzkontrakten (engl. CFD) mitmischen. Der vorrangige Grund ist wohl die Chance auf schnelle, hohe Gewinne; ein Umstand der vor allem auf Anfänger eine große Anziehungskraft ausübt.

Dass das Risiko Geld zu verlieren aber viel größer ist und die Verlustrate im Bereich der Tradingneulinge annähernd die 90%-Marke erreicht (laut daytrading-software.net), scheinen die meisten gekonnt zu ignorieren. Was verbirgt sich aber eigentlich hinter CFDs und wie funktioniert das Trading damit? Das wollen wir uns im Folgenden etwas genauer ansehen.

CFDs kurz erklärt

CFDs gibt es zu den meisten Werten, die über einen Börsenkurs verfügen, wie z.B. Aktien, Rohstoffe, Währungen, Indizes, etc., jedoch werden diese Werte beim Trading mit Differenzkontrakten nicht tatsächlich gehandelt, sondern lediglich mit deren Kursen. Beim CFD Trading legt man sich fest, ob der Kurs eines börsengehandelten Werts steigen oder fallen wird und schließt darüber einen Vertrag (Contract) mit dem Online Broker ab. Geht der Kurs in die vorausgesagte Richtung gewinnt man, wenn nicht, dann verliert man, so wie beim herkömmlichen Trading. Wenn man den Trade beendet, hat man die Kursdifferenz (Difference) entweder als Gewinn oder Verlust realisiert.
In der Fachsprache spricht man dabei über eine Form eines Total Return Swap.

Besonderheiten des CFD Tradings

Neben dem Umstand, dass man gar nicht tatsächlich Werte kauft und verkauft, weist das CFD Trading weitere Besonderheiten auf, welche für das große Risiko, welches diese Art der Spekulation birgt, verantwortlich sind.

Einsatz von Hebeln

Beim Handel mit Differenzkontrakten finden normalerweise sogenannten Hebel Einsatz, welche die Eigenschaften haben, das selbst eingebrachte Kapital zu vervielfachen. Das eigene Kapital dient dann nur noch als Sicherheitsleistung und wird als „Margin“ bezeichnet.
Das höhere Tradingvolumen, welches durch die Hebel entsteht, führt dazu, dass Kursbewegungen, im Vergleich mit dem eigenen Kapital, viel größere Auswirkungen haben. Dadurch werden auch für Trader, die das dafür nötige Geld eigentlich nicht haben, spezielle Arten des Tradings, wie Daytrading, möglich, bei dem man versucht aus den natürlichen Schwankungen eines Kurses, die während des Tages auftreten, Profit zu schlagen. Damit sich das überhaupt auszahlen kann, braucht man eben ein entsprechendes Tradingvolumen, welches durch die Hebel erzielt wird.

Totalverlust des Kapitals möglich

Mit dem Einsatz von Hebeln entsteht aber auch die Möglichkeit auf den Totalverlust des eingebrachten Kapitals. Je höher die Hebel, umso immanenter wird diese Gefahr, denn sobald der Betrag der Margin durch Verlust erreicht wird, wird auch der Trade automatisch beendet und man hat sein ganzes Geld verloren.
Der Grund dafür ist, dass man ja mit einem künstlich erschaffenen Vielfachen seines eigentlich verfügbaren Kapitals handelt. Dadurch kann man durch einen Kursverlust theoretisch mehr verlieren, als man eigentlich an echtem Geld zur Verfügung hat. Ist das der Fall, wird aber der Trade einfach beendet.

Unverhältnismäßiges Risiko

Besonders Anfänger im Trading sind dem falschen Glauben verfallen, dass das größere Risiko durch die Chance auf höheren Gewinn relativiert wird. Das ist allerdings so nicht richtig, weil das Risiko unverhältnismäßig größer ist.
Der Grund dafür ist in den Hebeln, gepaart mit temporären Kurssprünge zu finden.

Bei jedem Kurs treten immer wieder Kurssprünge auf, die oft nur wenige Sekunden dauern, in denen der Kurs aber auf- und abspringt. Normalerweise ist das für einen Trader völlig egal, nicht aber, wenn große Hebel zum Einsatz kommen, die solchen Unregelmäßigkeiten größere Brisanz verleihen. So ist es nämlich leicht möglich, dass der Kurs dabei den Betrag der Margin erreicht, der Trade somit sofort beendet wird und man sein Geld verloren hat.

Das unverhältnismäßige Risiko ergibt sich dadurch, dass man durch solche Kurssprünge zwar einen Totalverlust erleben, auf der anderen Seite aber keinen Gewinn daraus ziehen kann. Wenn ein Sprung ins Positive stattfindet und man das Beenden des Trades in Auftrag gibt, dauert es immer noch einige Sekunden bis dies tatsächlich ausgeführt wird. Bedingt durch diesen Umstand ist es nicht möglich aus dem guten Kurs Profit zu schlagen, sondern man erhält nur jenen zu dem die Position schlussendlich wirklich geschlossen wurde und das muss dann, wenn gerade solche Unregelmäßigkeiten auftreten, nicht einmal im Plus sein!

Vorbereitungsmöglichkeiten für Anfänger

Besonders Neulinge im Trading sollten unbedingt die Möglichkeit eines CFD Demokontos nutzen. Laut der Website cfd-demokonto.net macht das zwar nicht automatisch einen erfolgreichen Trader aus einem, Anfänger die aber vor dem Echtgeldhandel ausgiebig ein Demokonto genutzt haben, machen im Durchschnitt 50% weniger Verlust.
Das hat nicht unbedingt damit zu tun, dass sie bessere Strategien und Fähigkeiten in der Chartanalyse haben, sondern, dass sie sich des tatsächlichen Risikos, welches die Hebel gepaart mit Kurssprüngen bergen, bewusst sind.
Wichtig für ein CFD Demokonto ist vor allem, dass es die echten Live-Börsenkurse zur Verfügung stellt und auch alle für das Trading anfallenden Gebühren berücksichtig. Nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass man ein realistisches Bild seiner Bilanz im Trading erhält. Erst wenn diese über einen längere Zeitraum im Plus ist, kann man darüber nachdenken, ob man sich vielleicht einmal im Handel mit echten Geld versuchen soll.

Weitere Quellen:

https://cfd-trader.info/

https://www.daytrading-broker.net/

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