Florian Prüstel im Interview

Florian Prüstel Im Interview mit Eurosport. Foto Prüstel GP_RLekl

„Vom Sponsor zum Rennstallbesitzer“, mit diesen Worten hat Ingo Prüstel seinen Weg einst selbst beschrieben. Der Inhaber einer international erfolgreichen Spedition lebt seine Leidenschaft für den Motorradrennsport und nimmt seit 2016 selbst die Geschicke in der Moto3 in die Hand. Wir haben Sohn Florian Prüstel, seines Zeichens Geschäftsführer des Redox Prüstel GP-Team u.a. zur Entwicklung von Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil befragt.

Habt ihr erwartet, dass Marco Bezzecchi nach den ersten Rennen die Moto3-WM anführen würde?
Wir wussten Anfang der Saison, dass Marco mit KTM schnell sein wird und ein TOP 10 Fahrer sein kann. Diese Leistungen überraschten uns jedoch sehr.

Wie hat sich dadurch Eure Zusammenarbeit mit der VR46 Academy entwickelt?
Die Zusammenarbeit, welche wir letztes Jahr in Brünn am Tisch mit Uccio und Gianluca gestartet haben, ist nach wie vor sehr gut und wächst mit den Erfolgen. Man bekommt somit immer mehr Einblicke in das Arbeiten der VR46 Academy.

Wie schätzt du die Entwicklung eures Teams in den letzten Monaten insgesamt ein?
Nach einen schwierigen bzw. frustrierenden Jahr 2017 mit Mahindra bzw. Peugeot wird man umso stärker für eine neue Saison. Die Vorbereitungen im Winter sind gut gelaufen, umso mehr werden wir jetzt mit guten Ergebnissen, wie u.a. dem Sieg in Argentinien in diesem Jahr, belohnt.

Mit welchem Gefühl kommt ihr nun an den Sachsenring?
In Assen hatten beide Redox Prüstel GP-Piloten einen guten Start. Jakub war schnell nach vorne gefahren, hatte sich gut durchs Feld gearbeitet und Marco war die komplette Renndistanz vorne in der Gruppe mit dabei. In der letzten Runde hatte Marco dann einen Sturz, der war sehr bedauerlich für uns. Das ist natürlich nicht schön, wir wären gern als WM-Führender an den Sachsenring gereist.

Neben der Moto3 WM betreut ihr auch Marvin Siebdrath, Freddie Heinrich und Lennox Lehmann. Wie zufrieden seid ihr?
Wir haben seit 2018 eine Nachwuchsakademie am Sachsenring eröffnet, um den Nachwuchs in Deutschland für den Motorradsport zu sichern und zu fördern. Unser größtes Ziel ist es einmal mit einem deutschen Fahrer an der Spitze der Weltmeisterschaft zu stehen. Hierfür legen unsere aktuellen drei Nachwuchsfahrer den Grundstein und es zeichnen sich auch erste Erfolge ab. Bestes Beispiel hierfür war jüngst der Sieg von Freddie als Gaststarter im Junior Cup. Aber auch die anderen Fahrer entwickeln sich stetig weiter. Sowohl Freddie als auch Marvin treten in den jeweiligen spanischen Meisterschaften bereits heute gegen die besten Fahrer in der Juniorenklasse an. Alleine dies zeigt schon, wie gut sie sind und das gesteckt Ziel erreichbar ist.

Am Sachsenring wird auch Eurer Nachwuchspilot Lennox Lehmann im ADAC Junior Cup die Möglichkeit haben sein Talent zu zeigen. Welche Hoffnungen verbindet Ihr damit?
Das ist das erste Mal, dass das Moto3-Team als auch einer unser Nachwuchsfahrer am gleichen Wochenende antritt. Darüber freuen wir uns sehr. Unser größter Traum ist es natürlich mit unseren Fahrern vor heimischer Kulisse Podiumsplätze einzufahren. Hierfür werden wir alle drei bestmöglich unterstützen, pushen und sind auch sehr positiv gestimmt dies zu erreichen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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