Frank Müller-Rosentritt auf den Spuren von Karl May in Asien

Kurz nach seiner Rückkehr in seinem Chemnitzer Büro blättert Frank Müller-Rosentritt in einer Broschüre mit dem Titel “German Heritage Trail”. Auch das Hotel, in dem Karl May abstieg, findet dort Erwähnung. Foto: Cindy Haaase

Chemnitz. Der Schriftsteller Karl May machte in seinem Leben nur eine Reise in den Orient und diese führte ihn vom 2. bis 4. November 1899 nach Asien. Etwas länger als der Vater von Winnetou war der Chemnitzer FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Müller-Rosentritt in Asien unterwegs – nämlich 13 Tage.

In diesem Hotel übernachtete 1899 schon Karl May. Foto: Frank Müller-Rosentritt

Doch die beiden verbindet mehr. “Während meiner Reise habe ich im Eastern & Oriental Hotel Penang (Malaysia) übernachtet, wo auch Karl May schlief. Doch damit nicht genau: Der Politiker ging sogar in Hohenstein-Ernstthal, der Heimatstadt von Karl May, zur Schule.

Allerdings waren keine touristischen Gründe Anlass für Müller-Rosentritts Besuch in Asien. Als Botschafter für Chemnitz und Sachsen nahm er an einer Delegationsreise der Parlamentariergruppe ASEAN des Deutschen Bundestag nach Singepur, Indonesien und Malaysia teil. Der Fokus der Reise lag auf Wirtschaft, Umwelt und der Situation der Zivilgesellschaft.

“Es hat sich auf jeden Fall gelohnt”, ist er überzeugt. Politisch spiele die Region leider in Deutschland noch keine Rolle, bedauert er. Dabei sei der ASEAN-Raum der viertgrößte Wirtschaftsraum der Welt. Um die Beziehungen vor allem auch nach Sachsen zu verbessern, hat der Chemnitzer Politiker im Rahmen der Hannover-Messe 2020, bei dem Indonesien Gastland ist, eine Delegation zu einem Sächsisch-Indonesischen Mittelstandsdialog nach Chemnitz eingeladen.

“Auch in Malaysia sind die Firmen und Universitäten an einem viel stärken Austausch nit Sachsen interessiert”, sagt er. Aus seiner Sicht könnten die sächsischen Universitäten auch in Asien eine viel größere Rolle spielen. Auch eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den asiatischen Ländern schwebt ihm vor. “Wir sollten als Sachsen die Chance nutzen, dort vort Ort Fuß zu fassen”, wünscht er sich. Dafür brenne er.

Auch Karl May sollte aus seiner Sicht in Indonesien mehr gewürdigt werden. Er wolle sich für eine Gedenktafel am Hotel in Penang einsetzen.

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