Freiberger Thesen: Yvonne Magwas spricht

Der CDU-Stadtverband Freiberg will von der Partei einen drastischen Kurswechsel! Der Rücktritt von CDU-Chefin Angela Merkel wird gefordert! Auf www.wochenendspiegel.de lesen Sie die Reaktion von Yvonne Magwas, der CDU- Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Vogtland.
Foto: Tobias Koch

Yvonne Magwas zu den Freiberger Thesen

Freiberg/Stollberg. Die Freiberger Thesen des CDU-Stadtverbandes (https://www.wochenendspiegel.de/freiberger-thesen-merkels-ruecktritt-gefordert/) sorgen für Diskussionen in der Partei.
Der Stadtverband fordert:
1. Rücktritt von Angela Merkel als Parteivorsitzende!
2. Rücktritt von Generalsekretär Peter Tauber!
3. Sofortiger Aufnahmestopp von Flüchtlingen!
4. Sofortige Abschiebung aller Ausreisepflichtigen und kriminellen Asylbewerber!
5. Schluss mit den Sanktionen gegen Russland!
6. Keine Verschärfung des Umweltrechtes, welche wirtschaftliche Entwicklungen gefährdet oder behindert!
7. Realistische Diskussion um den Verbrennungsmotor!
8. Ausbau eines flächendeckenden Breitbandnetzes in den nächsten vier Jahren
9. Braunkohle als Brückentechnologie berücksichtigen!
10. Die Sächsische CDU muss wieder den Charakter einer Volkspartei erhalten.

Nachdem auf www.wochenendspiegel.de die Reaktionen von Marco Wanderwitz, dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Erzgebirge II/Chemnitzer Land (https://www.wochenendspiegel.de/freiberger-thesen-wanderwitz-reagiert/), Alexander Krauß, dem CDU-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Erzgebirge I (https://www.wochenendspiegel.de/freiberger-thesen-krauss-reagiert/) und Carsten Körber, der CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Zwickau (https://www.wochenendspiegel.de/freiberger-thesen-carsten-koerber-aeussert-sich/) zu lesen waren, hat sich jetzt auch Yvonne Magwas, die CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Vogtland positioniert.

Yvonne Magwas:

Den so genannten “Freiberger Thesen” kann ich zum größten Teil nicht zustimmen.
Sicher ist das Wahlergebnis für die Union auf Bundes- und Landesebene nicht zu beschönigen, aber als erstes nach personellen Konsequenzen zu “rufen” halte ich für einfältig. Der richtige Dreiklang aus meiner Sicht heißt Analyse – Inhalte – Teamaufstellung. Das bezieht sich sowohl auf bundespolitische, landespolitische wie zum Teil auf kommunalpolitische Themen. Dabei stehen vor allem die ländlichen Regionen im Mittelpunkt, die Menschen dürfen sich nicht abgehängt fühlen. Ein klares Bekenntnis zur Stärkung der ländlichen Regionen ist notwendig. Das bedarf ein Stück weit aktivere Politik. Bildung, Polizei, medizinische Versorgung, Ausbau Infrastruktur etc. sind dabei die Schwerpunktthemen.
Auch ein reflexartiges Nach-Rechts-Rücken-Wollen ist schlicht viel zu kurz gedacht. Die Union ist die Volkspartei, in der die drei politischen Strömungen – christlich-sozial, liberal, konservativ – lebendig sind. Diese drei Wurzeln sind die Leitplanken, die uns vorgeben wie weit nach rechts oder links wir uns im politischen Spektrum positionieren können. Diese drei Wurzeln spiegeln aus meiner Sicht auch die Lebenswirklichkeit der Mehrheit der Menschen wieder, man kann in der einen Frage liberal sein und in der anderen konservativ. Grundsätzlich geht es darum vor allem die Probleme zu lösen, ideologiefrei, pragmatisch, nah am Menschen.

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