Frei(t)raumfabrik: Neue Ausstellung macht Platz für Wünsche und Ideen

Vorhergegangene Workshops ließen bereits auch schon die ersten Ideen hervorbringen. So auch der Tisch aus recycelten Materialien, an dem Rebecca Dathe vom Chemnitzer Kollektiv „Karl-macht-Stadt“ und Gestalterin der Ausstellung “Frei(t)raumfabrik” im Chemnitz Open Space. Foto: Judith Hauße

Chemnitz. “Ein Raum – geschaffen für viele Stimmen der Stadt Chemnitz”. So beschreibt Annika Lorenz den seit Mai diesen Jahres initiierten Chemnitz Open Space – ein “kostenfreier Treffpunkt, Ausstellungs- und Veranstaltungsort”, so die Leiterin des Projektes, die am vergangenen Donnerstag zum Auftakt der neuen Ausstellung im neuen Raumkonzept in der Brückenstraße hinter dem Karl-Marx Kopf eingeladen hatte.

Das Besondere daran: Die Ausstellung lässt in Gegensatz zu gewöhnlichen Kunst- und Kulturausstellungen genügend Platz für Veränderungen. „Und das ist auch gut so“, wie Rebecca Dathe vom Chemnitzer Kollektiv „Karl-macht-Stadt“, zur Eröffnung erklärte. Denn schließlich sei der Titel der Ausstellung „Frei(t)raumfabrik“ nicht nur Name, sondern vor allem auch Programm.

Das Kollektiv um Rebecca Dathe besteht aus drei Landschaftsgestaltern, die im Rahmen der Ausstellung gemeinsam mit dem Verein Vordsteinlobby e.V. sowie der Berliner Künstlerin Maria Dovris eine interaktive Rauminstallation ausgerichtet haben, die sich dem Potenzial des öffentlichen Raumes und dessen Gestaltungsmöglichkeiten widmet.

Hierfür lassen die Initiatoren insbesondere auch die im Juli in verschiedenen partizipativen Workshops und Stadtspaziergänge gesammelten Bilder und Stimmen, die in der Repräsentation der Wünsche von Bewohnerinnen und Bewohner für die Umgestaltung der Freiräume der Stadt Chemnitz in die Ausstellung einfließen. “Diese können durch die Besucherinnen und Besucher während der gesamten Ausstellungsdauer ergänzt und kommentiert werden”, erklärt Mitgestalterin Rebecca Dathe.

„Wir geben den Menschen damit die Möglichkeit, sich selbst kreativ auszuleben.“ Bereits erstellte Gestaltungsmöglichkeiten draußen, wie die mit Blumen bepflanzte Hochbeete oder das aus recycelten Holzlatten erbaute Geodrom samt Liegestühlen und Sonnensegel locken bereits auch schon seit Tagen jede Menge Leute in den urbanen Raum, freut sich Annika Lorenz. „Vor allem in den Abendstunden wird der Raum inzwischen aktiv zum Verweilen und  Austauschen von Meinungen und Ideen genutzt“, so die Verantwortliche des Open Space.

 

 

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