Für Bildung vor Ort: Supermarktkette Simmel baut Mädchenschule in Guinea

Chemnitz-Grüna. Die Supermarktkette Simmel unterstützt seit Jahren Hilfstransporte in albanische Bergdörfer sowie für krebskranke Kinder und deren Familien in den weißrussischen Großraum Brest. Außerdem hilft sie einem Waisenhaus in Mali. Ganz aktuell errichtet Simmel in Guinea eine medizinische Berufsschule für Mädchen.

Rund 100 000 von etwa 250 000 benötigten Euro sind bereits gespendet. Dass auch die noch fehlenden Mittel zusammen kommen, steht für Geschäftsführer Peter Simmel außer Frage. Zum einen tragen Kunden, die in den Simmel-Märkten ihre Flaschenpfand-Bons in spezielle Sparbüchsen werfen, zur Finanzierung des Projekts bei. Zu jedem so gespendeten Euro gibt das Unternehmen 50 Cent dazu. Zum anderen organisieren Simmel-Mitarbeiter viele Aktionen wie Kuchenbasare, Grillverkostungen und Schlemmerabende, deren Erlöse in den Spendenfonds fließen. Einige Mitarbeiter spenden regelmäßig bis zu 80 Euro monatlich von ihrem Lohn.

In den Februar-Ferien reisen fünf Simmel-Mitarbeiter sogar nach Telimele, um dort zehn Tage lang menschliche Brücken zu schlagen sowie den Bauleuten vor Ort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch wenn das Unternehmen die Kosten für den Flug und die Unterbringung vor Ort übernimmt, frei gestellt werden sie dafür nicht. Für diesen Einsatz nehmen sie Urlaub. Konkret ist angedacht, dass sie Malerarbeiten in den Klassenzimmern erledigen, eine Mauer für den zukünftigen Konferenzsaal errichten und die Gestaltung des Außengeländes mit Pflanzen vorbereiten. Nach der Fertigstellung wird dann der Schulbetrieb selbst vom Staat Guinea bezahlt.

Auf den Weg kam dieses Projekt durch eine Kundin des Simmel-Marktes in Grüna, die durch ihre Tätigkeit als Landtagsabgeordnete Amadou Jombo Diallo persönlich kennt. Der Französischlehrer am Europäischen Gymnasium Waldenburg brachte schon die Errichtung von drei Grundschulen in Guinea auf dem Weg. „Durch die Vermittlung stellte uns Herr Diallo seine Idee der Berufsschule für Mädchen vor. Mit seinen Erfahrungen an Bord schien uns ein Engagement unsererseits wirklich sinnvoll und wir haben uns entschieden, seine Idee zu unterstützen“, erklärt Simmel-Geschäftsführer Peter Simmel. Dabei geht er davon aus, das diese Schule nicht das letzte Engagement dieser Art von seitens seines Unternehmen sein wird. „Mit dem Lebensglück in einer ruhigen Natur ein sicheres Dach über dem Kopf zu haben, tragen wir Verantwortung für Menschen, denen es nicht so gut geht. Dabei sollten wir tunlichst für Bildung vor Ort sorgen“, sagt Peter Simmel. bit

Außenansicht der Schule im November. Für die fünf Simmel-Mitarbeiter, die im Februar nach Telimele reisen, wird es noch genug zu tun geben. Foto: privat

Außenansicht der Schule im November. Für die fünf Simmel-Mitarbeiter, die im Februar nach Telimele reisen, wird es noch genug zu tun geben. Foto: privat

Innenausbau der Schule. Foto;: privat

Auch ein Brunnen muss gegraben werden. Foto: priv

Dachbau-August

Arbeiten auf dem Dach im August. Foto: privat

Dach

Innenarbeiten am Dach. Foto: privat

Reismahlzeit für die Bauarbeiter. Foto: privat

Reismahlzeit für die Bauarbeiter. Foto: privat

Innenausbau

Innenausbau der Schule. Foto: privat

Außenansicht der Schule. Foto: bit

Außenansicht der Schule. Foto: bit

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