Für den Notfall gerüstet: Neue Beatmungsgeräte für Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge

Die Notfallsanitäter Marko Grieger (l.) und Rene Zahn zeigen die neuen Geräte. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Der Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge ist ab sofort noch besser bei Notfällen gerüstet: Heute Mittag wurden 35 neue Beatmungsgeräte übergeben. Mit der 400.000 Euro teuren Anschaffung der Gerätetypen “Monnal T 60” der Firma Air Liquide erfolgt nach Aussage von Bürgermeister Sven Schulze ein Quantensprung für die Notfallbeatmung.

Martin Joos vom Hersteller Air Liquide überbrachte heute die Geräte (blau). Sie lösen die bisherigen Beatmungsgeräte ab (orange.)

Das Besondere: Im Gegensatz zu bisherigen Beatmungsgeräten wird keine extra Gasflasche als Antriebsgas benötigt. Die für die Beatmung benötigte Druckluft wird im “Monnal T 60” durch eine Turbine erzeugt. Wertvoller Sauerstoff kann so gespart werden. Zudem ist das jetzt neu verwendete Gerät deutlich leichter als der Vorgänger, was bei oft mehr als zehn Einsätzen in einer 12-Stunden-Schicht auch für die Mitarbeiter eine entscheidende Verbesserung ist.

“Wir haben uns im Vorfeld dazu auch mit Krankenhäusern abgestimmt”, verrät Boris Altrichter, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Chemnitz-Erzgebirge. Dort seien turbinenbetriebene Geräte bereits immer häufiger Einsatz. Seit September wurden Notfallsanitäter intensiv zur Notfallbeatmung geschult, so dass es auf allen Wachen qualifizierte Ansprechpartner gibt.

Während sich die Geräte vom Typ “Monnal T 60” in Frankreich und Österreich bereits bewährt haben, werden sie nun in Deutschland durch den Rettungszweckverband in einer Vorreiterrolle eingesetzt. Das neue Beatmungsgerät umfasst alle modernen Beatmungsverfahren und ist speziell für die Akutversorgung konzipiert.

Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen. Die bisher nötige Einstellung einer Vielzahl von Parametern entfällt künftig, da für die unterschiedlichen Anwendungsindikationen geeignete Voreinstellungen einfach abgerufen werden. Neu ist zudem eine spezielle Beatmungsform für Reanimationen, die die speziellen Interaktionen von Herzdruckmassage und Beatmung berücksichtigt.

Die Anschaffungskosten in Höhe von 400.000 Euro werden nach Aussage von Boris Altrichter über Transportentgelte durch die Krankenkassen finanziert.

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