Ganoven lachen über Datenschutz!

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Verbot der Internetfahndung? Wir lassen uns das nicht bieten!
Von Sven Günther
Erzgebirge. Die Polizisten tuscheln nur hinter vorgehaltener Hand, sind nicht bereit, sich öffentlich zu beklagen. Aber in ihnen kocht es. Der Grund: Seit einigen Tagen möchten Innenministerium und Datenschutzbeauftragter, die Foto-Fahndung im Internet unterbinden, weil eventuell die Persönlichkeitsrechte der Täter verletzt werden könnten.

Aus diesem Grund tragen die Pressemitteilungen zu Fahndungsfotos jetzt folgenden Hinweis. “Unsere Bitte um Veröffentlichung bezieht sich zunächst ausschließlich auf Druckerzeugnisse im Großraum xxx. Wir bitten nachdrücklich darum, aus Gründen der Verhältnismäßigkeit von einer Veröffentlichung im Internet einschließlich sozialer Netzwerke (facebook) abzusehen.”

Das sagen Polizisten

Spricht man mit Polizisten, sind die empört. Es ist ohnehin schon schwierig und dauert oft monatelang, bis eine Foto-Fahndung genehmigt wird. Jetzt darf sie noch nicht einmal mehr im Internet stattfinden. Wochenendspiegel.de wird der Bitte der Polizei nicht folgen, zeigt die Bilder der aktuellen Fotofahndungen. Fälle übrigens, in denen es seit Januar respektive Mai bis heute gedauert hat, ehe ein Gericht der Polizei erlaubte, die Aufnahmen zu veröffentlichen…
Fotofahndung mit Verspätung

Von Sven Günther
Annaberg-Buchholz. Erst nach fast vier Monaten gestatte ein Richter der Polizei, jetzt mit Fotos nach Gaunern zu suchen, die einen Unfall nutzten, um die Tageseinnahmen von mehreren hundert Euro aus einem Bus zu stehlen.

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Hier die Polizeimeldung im Wortlaut.
Am 25. April 2015 ereignete sich gegen 11.40 Uhr auf der Bahnhofstraße in Höhe des Kreisverkehrs zur Bruno-Matthes-Straße ein Unfall zwischen einem Pkw Opel, einem Linienbus MAN und einem Pkw Seat. Während der Unfallaufnahme durch die Polizei stand der Bus auf der Bahnhofstraße. Zwischen 12.50 Uhr und 12.54 Uhr gelangte ein unbekannter Mann mit einem Basecap in den leeren, verschlossenen Bus und entwendete die Tageseinnahmen von mehreren hundert Euro. Währenddessen sicherte ein zweiter Mann das Umfeld des Busses. Anschließend flüchteten die Täter in Richtung des Kreisverkehrs.
Nach Auswertung von Bildern einer Überwachungskamera fahndet die Polizei nun mit einem richterlichen Beschluss in der Öffentlichkeit nach den unbekannten Tätern.
Die Polizei bittet um Mithilfe. Wer kennt die abgebildeten Männer und kann Angaben zu deren Identität oder Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Chemnitz unter Telefon 0371 387-3445 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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