Gemeinsam Leben in Mittelsachsen am 26. Juni in Brand-Erbisdorf

Die Aktion „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“ geht in die dritte Runde und findet diesmal am 26. Juni in Brand-Erbisdorf statt. Ab 9 Uhr wird in der Oberschule der Stadt über Sucht und Inklusion auf vielfältige Weise informiert. Neben Ständen gibt es jede Menge Mitmachaktionen. „Nach Freiberg und Hartha freuen wir uns, für diese Veranstaltung Gastgeber zu sein. Die Hauptzielgruppe sind Schüler, aber alle Interessierten sind aufgerufen und eingeladen zu uns zu kommen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Martin Antonow. Er übernimmt als Austrägerstadt den Staffelstab von Harthas Bürgermeister Ronald Kunze. Seine Stadt führte „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“ vor zwei Jahren durch. „Wir erhielten eine positive Resonanz mit mehreren hundert Besuchern. Man spürte deutlich, dass dieser Tag Hemmnisse abbaut und die Menschen nachdenklich macht“, so Kunze.
Rund 20 Vereine, Verbände und Institutionen sind vor Ort. So baut die Verkehrswacht einen Rollator-Parcours auf, der Kreissportbund die Reaktionswand T-Wall, und die Förderschule Brand-Erbisdorf ist mit Konzentrationsspielen vor Ort. Die Schützengesellschaft Schönerstadt 1862 stellt Rollstuhlbogenschießen und der Verein Inklusion in Dresden e.V. Rollstuhlrugby vor. „Damit wollen wir zeigen, dass Menschen mit Behinderung aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, gleichzeitig sensibilisieren wir die Besucher für unsere Belange und kommen direkt ins Gespräch“, so der Vorsitzende des mittelsächsischen Behindertenbeirates Sven Jeschke. Weitere Aussteller sind die Jugendfeuerwehr, die Koordinierungsstelle Alphabetisierung, ein Pflegedienst, der Kinderschutzbund, der Blinden und Sehbehindertenverband e.V. und das Don Bosco Jugendwerk Sachsen e.V. mit dem Heißen Draht. Das Thema Sucht wird unter anderem durch eine alkoholfreie Mixbar der Diakonie Döbeln und einem Rauschbrillen-Parcour sowie Informationsständen der Diakonie Freiberg und des Fachkrankenhauses Bethanien Hochweitzschen aufgegriffen. „Die Kombination der beiden Themen ist mit Bedacht gewählt. Wir möchten erklären und unsere Netzwerkpartner vorstellen, wenn Angehörige oder gar jemand selbst an einer Erkrankung leidet oder bedroht ist. Denn das unmittelbar persönliche Umfeld nimmt frühzeitige Hinweise zuerst wahr und mutig eine mögliche Gefährdung ansprechen“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Eröffnet wird die Veranstaltung um 9 Uhr durch den Chor der Behindertenwerkstatt der Diakonie in Roßwein.
Der Aktionstag Gemeinsam-Leben ist ein gemeinschaftliches Projekt des Landkreises, der Initiative für Demokratie, des Behindertenbeirates und der Stadt Brand-Erbisdorf. Organisiert wird dieser durch die Freiberger Agenda und gefördert über den Aktionsplan „Toleranz ist ein Kinderspiel“.

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