Gesundheitspolitiker trifft Heilpraktikerin

Heilpraktikerin Susanne Ramisch und der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß
Foto: Büro Krauß

Marienberg. Sie ist eine erfahrene Heilpraktikerin, er auf politischer Ebene ein Gesundheitsexperte, der auch gern über den Tellerrand schaut. So war dieser Termin letzten Montag (6. Juli) für Alexander Krauß (CDU) in Marienberg nicht ungewöhnlich. Hier informierte sich der Bundestagsabgeordnete in der Naturheilpraxis von Susanne Ramisch über ihre Arbeit. „Die Branche steht häufig im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit. Zu Unrecht, denn immerhin besuchen 130.000 Menschen täglich in Deutschland einen Heilpraktiker“, so Krauß. Wie er sagt würden Patienten vor allem schätzen, dass sich „die Heilpraktiker viel Zeit für sie nehmen.“ Ein Vorteil, den Susanne Ramisch nur unterstreichen kann. Die Heilpraktikerin ergänzt: „Eine Herausforderung ist es manchmal, sich von nicht seriösen Methoden innerhalb der Alternativmedizin abzugrenzen“.

Fakt sei, dass Alternativ- und Schulmedizin im guten Miteinander betrachtet werden sollten und der Mensch immer im Mittelpunkt stehen muss. Darüber waren sich beide einig.
Selbst war Alexander Krauß allerdings noch bei keinem Heilpraktiker in Behandlung. Der Politiker schmunzelnd: „Zum Glück erfreue ich mich bester Gesundheit, auch wenn die Zeit eher gegen mich läuft. Deswegen besuche ich Ärzte, Krankenhäuser, Physiotherapeuten und Heilpraktiker allermeist nur dienstlich.“ Er sieht die Heilpraktiker als Ergänzung „in unserem beitragsfinanzierten Gesundheitswesen. Gerade bei chronischen, nicht übertragbaren Erkrankungen können Heilpraktiker eine Hilfe sein. Also zum Beispiel bei Adipositas oder Rheuma. Bei einer Krebserkrankung oder einer Blindarmentzündung wird der Heilpraktiker eher nicht helfen können.“

Änderungsbedarf sieht Krauß in der Ausbildung. Patienten würden Heilpraktikern vertrauen. Daher sei es wichtig die Ausbildung, die „derzeit noch recht unterschiedlich in den Bundesländern ist, zu standardisieren. Dafür setze ich mich ein“, so der Gesundheitspolitiker abschließend.

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