Gipfel-Treffen von Trabant & Co.

Das 18. Trabant-, IFA- und Oldtimer-Treffen in Beierfeld ist das höchstgelegene Deutschlands. 161 Fahrzeugen waren beim Gipfel dabei.
Foto: Olaf Seifert

Zweitakt-Sound auf 635 Metern

Von Olaf Seifert
Grünhain-Beierfeld. Es ist das Gipfel-Treffen, der Höhepunkt der Trabant-, IFA- und Oldtimer-Szene. Zweitakt-Sound auf 635 Metern über dem Meeresspiegel.

Hatte es beim Pfingsttreffen des Trabi-Teams Westerzgebirge im Vorjahr noch geschneit, gab es bei der 18. Auflage 2017 Temperaturen bis zu 30 Grad und einen kleinen Landregen. Wie eh und eh war das Trabant-, IFA- und Oldtimertreffen vom 2. bis 5. Juni auf dem alten Sportplatz in Beierfeld eine ausgesprochen familiäre Veranstaltung.

161 Fahrzeuge zählten die Organisatoren – von Trabis aller Art(en) über Wartburg, Lada und IFA-Zweiräder bis zu W-50-Lastern. „Viel mehr würde der Platz kaum verkraften. Uns ist die familiäre Atmosphäre wichtig, wo sich alle Jahre wieder Freunde treffen. Wenn ich mich so umschaue, sind bestimmt zwei Drittel der Teilnehmer Stammgäste und mancher war schon bei der Premiere im Jahr 2000 dabei”, meint Hermann Langer, Vereinsvorsitzender des Trabi-Teams Westerzgebirge.

Wie bei vielen der rund zwanzig Mitglieder, hilft auch bei ihm die ganze Familie mit beim Ideen schmieden, Vorbreiten und Durchführen des Treffens. Sogar der zweijährige Enkel Mick – der übrigens am Pfingstwochenende 2015 zur Welt kam – ist schon mit von der Partie(y).

Bereits am Freitagnachmittag reisen die Ersten an, wehen blaue Wolken und Zweitaktduft über Grünhain-Beierfeld. Abends trifft man sich zu Benzingesprächen im Festzelt und an den Grills. Für Abwechslung sorgen Spiele für Jung und Alt, wobei intime Trabikenntnisse natürlich von Vorteil sind. Den Siegern und Platzierten winken jedes Mal andere, aber in jedem Fall nützliche Pokale.
Wurden 2016, passend zum damaligen Winter-Comeback, zum Beispiel Schneeschippen ausgelobt, freuten sich heuer einige der Preisträger über Taschenlampen. Noch größer war das Hallo bei jenen, die eine der leckeren Torten absahnten. Eigens gebacken hatte sie der Schwarzenberger Kittel-Bäck und das Café „Eisbär” spendierte eine supercoole Eistorte.
Honoriert wurden neben den schönsten Trabis, IFAs und Oldtimern auch die attraktivste Campingecke, der weitestgereiste Teilnehmer und, wer bei den Spielen die Nase vorn hatte. Klar, auch die Besten der Orientierungsfahrt gingen nicht leer aus. Die führte diesmal am Pfingstsonntag über rund 35 Kilometer von Beierfeld via Aue, Lößnitz, Lenkersdorf, Zwönitz und Grünhain.

Nicht nur die Teilnehmerpreise sind seit Jahren stabil (für Besucher ist der Eintritt sogar frei), auch die Einnahmen und Spenden der Teilnehmer kommen guten Zwecken zugute. Diesmal wurde der Kinderschutzbund unterstützt und die Deutsche Krebshilfe konnte eine Typisierung durchführen, um dringend benötigte Knochenmarkspender zu finden.

Übrigens, mit einer Seehöhe von 635 Metern sei das Beierfelder Fest Deutschlands höchstes Trabant-, IFA- und Oldtimerteffen, so verrät es ein Schild am Gelände. Wem’s gefallen hat, der darf schon fürs kommende Jahr planen. Denn der Termin des dann 19. Trabant-, IFA- und Oldtimertreffens steht bereits fest: das Pfingstwochenende vom 18. bis 20. Mai 2018 auf dem alten Sportplatz in Beierfeld. Die Preise für Teilnehmerfahrzeuge bleiben unverändert fair: Krad 5 Euro; Trabi, IFA und Oldtimer je 10 Euro, Lkw 2 Euro, Händler 25 Euro, jeder Beifahrer 2 Euro. Kinder unter 14 Jahre sind frei; ebenso wie die Tagesbesucher ohne Fahrzeug.

Mehr dazu sowie zu den Treffen der vergangenen Jahren und rund um den Verein finden Sie auf: www.trabiteam-westerzgebirge.de

Weitere Impressionen:

Daniel, Rico, Micha und David sind im Chemnitzer Club „VEB Waffenschmiede Karl-Marx-Stadt” aktiv und auch die Kids Morice, Silas und Elias fahren schon voll auf Trabis ab.

 

Jens Schulze aus der Nähe von Zeitz in Sachsen-Anhalt ist seit zehn Jahren Stammgast bei den Beierfelder Pfingsttreffen.

Joachim Oehmichen aus Ehrenfriedersdorf putzt seinen Trabi nach einem kurzen Schauer am Pfingstsamstag.

Mick ist einer der jüngsten Trabifans.

 

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