GIZ: Die unbekannte GmbH der BRD

Der Zwickauer Bundestagsabgeordnete Carsten Körber (CDU) wurde in den Aufsichtsrat der GIZ bestellt. Foto: CDU

GIZ: Eine gigantische GmbH – und völlig unbekannt

Von Sven Günther
Zwickau/Berlin. Diese GmbH ist gigantisch und trotzdem unbekannt! 19.000 Mitarbeiter. 2,4 Milliarden Euro Etat. JÄHRLICH! Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt die Projekte der Bundesregierung in Sachen Entwicklungshilfe in die Tat um.
Jetzt ist der Zwickauer CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber in den GIZ-Aufsichtsrat bestellt worden, sagt: „Die internationale Zusammenarbeit ist derzeit eines der wichtigsten und für die Zukunft entscheidendsten Politikfelder. Der Krieg in Syrien, die Bekämpfung von Hunger und Armut, aber auch der Klimawandel verlangen nach klugen, wohlüberlegten Antworten.”
106 Beteiligungen unterschiedlichster Art hält die Bundesrepublik. Darunter an Bahn und Telekom, aber auch an der Wismut und diversen anderen GmbHs.
Die GIZ ist eine hundertprozentige Tochter des Staates, bekommt das Geld in erster Linie aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ, 812 Mitarbeiter, 9,4 Milliarden Euro Jahresetat). 315 Mio. Euro waren es von anderen Ministerien, u.a. 100 Millionen vom Außenministerium (6.863 Mitarbeiter, 5,3 Milliarden Euro Jahresetat).
Carsten Körber: “2,3 Milliarden Euro fließen pro Jahr vom BMZ an die GIZ. Allein aus dem Titel ‘Bilaterale Technische Zusammenarbeit’“, aus dem die Vorortprojekte der GIZ in den Entwicklungsländern finanziert werden, erhält die GIZ in diesem Jahr voraussichtlich rund 1,6 Milliarden Euro.”
Mit den jährlichen Milliarden Euro wird ein breites Spektrum abgedeckt: Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Aufbau von Staat und Demokratie, die Förderung von Frieden, Sicherheit, Wiederaufbau sowie zivile Konfliktbearbeitung, die Sicherung von Ernährung, Gesundheit und Grundbildung bis hin zu Energiefragen, Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz. GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner: “Zwischen 2010 und 2015 konnten wir mehr als 4,4 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene und rund 3,8 Millionen Bewohner von Gemeinden erreichen, rund 45 Millionen Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten, fast 900.000 Menschen sind in Beschäftigung gekommen.” Wiederaufbau im Auftrag des BMZ im letzten Jahr 61.000 Jobs durch Cash-for-Work schaffen.”
Eines der vielfältigen Projekte wird in einer aktuellen Pressemitteilung vorgestellt: Die Einführung eines mobilen Bezahlsystems (JoMoPay) in Jordanien, an der die GIZ seit 2015 mitwirkt, u.a. die jordanische Zentralbank berät. Eine Auswahl der Projekte finden Sie hier: https://berichterstattung.giz.de/
Von den 19.00 Beschäftigten in rund 120 Ländern sind 70 Prozent Staatsbürger des jeweiligen Landes. Zudem entsendet die GIZ derzeit 590 deutsche Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer.

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