Grippe: 168 Tote in Sachsen

168 Sachsen starben seit Oktober an Grippe. Foto: pixabay.com

168 Sachsen sterben an Grippe

Von Sven Günther
Region. Die Warnung vor der Grippe kommt von Sachsens Gesundheitsministerin persönlich. Barbara Klepsch: „Die Influenza ist keine harmlose Erkältung! Wir wissen, dass kein Impfstoff gegen Influenza einen hundertprozentigen Schutz bietet. Aber es ist die beste Präventionsmethode, die es derzeit gibt.“

Hintergrund sind die Zahlen zur Grippe-Saison 2017/2018. Von Oktober bis Mai wurden 47.704 Erkrankungen gemeldet. Pro Woche zwischen 4200 und 7400 Fälle). 167 Menschen im Alter von 37 bis 97 Jahren und ein einjähriges Kind starben!

Laut Gesundheitsministerium war es die stärkste Influenzawelle seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001. Die Dunkelziffer bei den Fallzahlen liegt vermutlich noch höher, da nicht jeder Erkrankte den Arzt aufsucht und darüber hinaus nicht in jedem Falle eine Laboruntersuchung veranlasst wird

Barbara Klepsch: „Die meisten Erkrankten hatten keinen Impfschutz. Nach dieser schweren Influenzawelle ist die Impfung im Herbst bei jedem hoffentlich fest eingeplant. Besonders an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in medizinischen und pädagogischen Einrichtungen appelliere ich, sich vor der nächsten Influenzasaison impfen zu lassen“.
Während der Grippesaison kam es in Sachsens Krankenhäusern zu Personalnotständen, was die Ministerin zum Anlass nimmt, „die Verbesserung des Impfverhaltens des medizinischen Personals zukünftig noch stärker in den Fokus zu rücken.“
Für die Impfung steht jetzt endlich auch das beste Medizin bereit. Förster: „Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 5. April den Vierfachimpfstoff als künftige Kassenleistung beschlossen.“

Porträt von Barbara Klepsch, Sächische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

 

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