63-Jähriger zündet nach Streit Dreiseitenhof an

Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der komplette Hof. Fotos (2): Bernd März

Es klingt wie in einem schlechten Krimi: Gegen 16 Uhr im erzgebirgischen Amtsberg wurden die Feuerwehren aus Amtsberg, Zschopau und Umgebung zu einem Großbrand eines Dreiseitenhofs alarmiert.

Dort angekommen, stand bereits der Hof komplett in Flammen. Die Löscharbeiten gestalteten sich laut Feuerwehr sehr schwierig, mehrere Öltanks drohten zu explodieren. Die Kameraden konnten nur aus sicherer Entfernung löschen.

Drei Wohnhäuser brannten komplett aus.

Update (Stand: 13. August, 16 Uhr):

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurde der festgenommene 63-Jährige noch am Donnerstag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen dauern laut Polizei weiterhin an.

Update (Stand: 13. August, 11 Uhr):

Die Ursache: Zwischen dem Sohn (39) der Eigentümer des Dreiseitenhofs, die sich aktuell im Urlaub aufhalten, und dem Onkel kam es zum Streit. Wie ein Nachbar berichtete, rannte der Onkel mit einem Hammer dem Sohn hinterher. Auf der Hauptstraße ging der Nachbar dazwischen und wollte den Streit schlichten, ohne Erfolg.

Wutentbrannt rannte der Onkel wieder zu dem Dreiseitenhof und brüllte: „Ich zünde jetzt den Hof an!“ Und er tat es auch. Der Sohn kam schwerverletzt in ein Krankenhaus.

Die Trockenheit erschwerte die Löscharbeiten. Viel zu wenig Druck auf den Leitungen – Bauern halfen aus. Sie brachten mit Gullyfässern Wasser an die Einsatzstelle.

Die Polizei ermittelt gegen den 63-Jährigen wegen versuchten Totschlages und schwerer Brandstiftung. Er konnte am Mittwoch in der Nähe des Brandortes vorläufig festgenommen werden, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

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