GRÜNE: Cem wird zum Autonomen

Der GRÜNEN-Spitzenpolitiker Cem Özdemir (MdB, Vorsitzende des Verkehrsausschusses) machte im Erzgebirge eine utopische Erfahrung.
Foto: Agentur Fotostand

Cem Özdemirs Ziel: Null Verkehrstote

Stollberg/Zwickau. Der Unterarm liegt lässig auf der Seitentür, die schwarze Maske bedeckt coronakorrekt das Gesicht des GRÜNEN-Spitzenpolitikers. Wir sehen Cem Özdemir (MdB). In wenige Minuten wird der Vorsitzende des Verkehrsausschusses zum Autonomen! An der Seite von Martin Richter, dem Teamleiter autonomes Fahren im Entwicklungszentrum IAV in Stollberg, machte der GRÜNE eine Autofahrt in die Zukunft.
Auf dem Gelände des Entwicklungszentrums erlebte er, wie der VW eigenständig Hinternisse erkennt, ohne menschliches Zutun über die Piste fährt und selbstständig einparkt. „Die wichtigste Frage, die sich zukünftig stellen wird, ist die Haftungsfrage. Diese zu klären, ist die Aufgabe des Bundestages in der nächsten Legislaturperiode. Die Politik muss mit dem Tempo der Entwicklung Schritt halten, damit Deutschland ein Automobilstandort bleibt“, sagte der GRÜNE und fuhr fort: „Die Technik steckt noch am Anfang, aber man bekommt einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Das Ziel muss es sein, dass durch die Entwicklung die Verkehrstoten irgendwann auf null reduziert werden.“

Technik in Vollendung konnte Özemir, der mit Wolfgang Wetzel (GRÜNE, MdB) und Gerhard LIebscher (GRÜNE, MdL) unterwegs war, wenige Stunden vorher im VW-Werk Zwickau sehen. Der Volkswagen Standort wird derzeit für 1,2 Milliarden Euro als erstes großes Fahrzeugwerk komplett auf die Fertigung von bald sechs Elektroautos umgebaut. Rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in Zwickau im Rahmen umfassender Schulungsmaßnahmen fit für ihre berufliche Zukunft gemacht.

Özdemir: „Um die Klimaziele zu erreichen, brauchen wir bis 2030 mindestens 15 Millionen E-Autos auf der Straße. Gleichzeitig gehen über 50 Prozent des Exports von deutschen Autos in Absatzmärkte, die den Ausstieg aus dem fossilen Verbrenner beschlossen oder zumindest geplant haben. Der Umstieg auf E-Autos ist also Klima- und Standortfrage zugleich. Das Fahrzeugwerk in Zwickau ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie ein gesamter Standort vom Verbrenner auf elektrische Antriebe umgestellt werden kann. So geht Klimaschutz ‚Made in Germany‘.“

Besuch im Fahrzeugwerk Zwickau: Volkswagen Markenchef Ralf Brandstätter (r.) informiert Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) über die Transformation von Volkswagen zur Elektromobilität. Foto: VW

 

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