Grünhain – Beierfeld baut Poliklinik

Grünhain - Beierfeld

Die Stadtverwaltung von Grünhain – Beierfeld. Foto: Birgit Hiemer

 

Der Gemeinderat von Grünhain – Beierfeld stellte den Haushaltsentwurf und damit einige sehr interessante Projekte vor.

So soll in Waschleithe in diesem Jahr der Dorfplatz am Haus der Vereine ertüchtigt werden. Der etwa 500 Quadratmeter große Platz wird mit Bänken, einem Springbrunnen, einer Feuerstelle und Grünflächen aufgewertet. Auch Parkflächen entstehen hier und eine barrierefreie Toilettenanlage im Natur- und Wildpark Waschleithe. „Wir wollen für die Waschleither und ihre Gäste einen niveauvollen Treffpunkt schaffen. Außerdem beginnt hier in diesem Jahr der Bau einer zentralen Abwasserentsorgung. Das wird uns bis 2018 beschäftigen“, erklärt Bürgermeister Joachim Rudler.

Bürgermeister Joachim Rudler

Bürgermeister Joachim Rudler schaut zuversichtlich in die Zukunft seiner Stadt. In Beierfeld, Waschleithe und Grünhain sind für dieses Jahr verschiedene sehr interessante Projekte geplant. Foto: Birgit Hiemer

Und noch ein sehr interessantes Projekt in Beierfeld nimmt langsam Formen an: „Seit 2014 arbeiten wir an einer Poliklinik. Jetzt endlich ist der Fördermittelantrag genehmigt worden“, freut sich Rudler. Mit dem Medizinischen Versorgungszentrum möchte die Stadt Grünhain-Beierfeld einen ganz eigenen Weg gehen. Vom Betreibermodell, Gemeindeschwester und Timechairing ist hier die Rede. „Wir müssen Versorgungsprobleme offen ansprechen und mit den Kommunen neue Modelle diskutieren“, betont der Ortschef. Die ehemalige Grundschule soll dafür barreierefrei um- und ausgebaut werden. Der Hort bleibt in der ersten Etage. Die zweite und dritte Etage werden zu Arztpraxen und Seminarräumen umgebaut. Neben zwei Allgemeinmedizinern und einer Fachärztin für Naturheikunde, welche bereits für dieses innovative Projekt zugesagt haben, könnte es auch eine Gemeindeschwester geben. „Die Stadt geht in Vorleistung, finanziert Mobiliar und zum Teil die nötige Ausrüstung. Für unsere ‚Schwester Agnes‘ wollen wir mit dem DRK zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass für Mediziner hier interessante Angebote geschaffen werden“, erklärt Joachim Rudler. Mit seinem Modell des Medizinischen Versorgungszentrums setzt Grünhain-Beierfeld auf jeden Fall ein Zeichen.

Um das New Business Center ist es ruhig geworden. Der Kreis hat derzeit keinen Bedarf an Gemeinschaftsunterkünften für Asylanten, die Gemeinde setzt weiter auf die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern. „Aktuell haben wir 27 Menschen in Wohnungen untergebracht und werden weiter offen mit diesem Thema umgehen“, erklärt der Bürgermeister. Er weiß, dass nur im gemeinsamen Miteinander dieser Weg beschritten werden kann. Genau so, wie man sich in der Stadt Grünhain-Beierfeld gemeinsam für die Belange der Gemeinde einsetzt. Rudler erklärt: „Ich bin stolz auf meine Gemeinde, weil wir es geschafft haben, in der neuen Zeit den Traum von den blühenden Landschaften zu verwirklichen. Ich würde mir aber auch den Aufbruchswillen von 1990 wieder wünschen, den Innovationswillen, den unsere Unternehmer der alten Zeit und wir 1990 hatten.“

Unternehmergeist gibt es in der Stadt Grünhain-Beierfeld jede Menge und beeindruckend ist die industrielle Entwicklung nach der Wende. Zahlreiche zum Teil weltweit agierende Firmen siedelten sich in den Gewebegebieten an. 2.800 Arbeitplätze wurden so geschaffen. In Grünhain liegt der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet 2 vor. Elf weitere Hektar, in naher Zukunft soll die Hälfte bebaubar sein, stehen dann für die Ansiedlung weiterer Industrie und Gewerbe zur Verfügung. Interessenten gibt es einige und die erste Firma, die IWR Industrieservice im Erzgebirge GmbH, steht bereits.

Weiter ist in Grünhain geplant, die Hauptstraße in Richtung Zwönitz fertig zu stellen. Bis zum Ortsausgang wird ein Fußweg gebaut. Außerdem soll am Markt neben der Sparkasse das ehemalige Gewandhaus abgerissen werden. „Das stimmt mich ein wenig traurig. Es ist ein Haus mit einer interessanten Geschichte, doch es verfällt immer mehr. Es ist das zweite Haus, welches wir in diesem Bereich wegreißen müssen“, erzählt der Ortschef nachdenklich. Ein ebenfalls interessantes Projekt, welches noch in diesem Jahr angegangen werden soll, ist der Umbau des ehemaligen Gemeindehauses in Grünhain zu einem Wohnhaus. Sechs Wohnungen entstehen hier und können 2017 bezogen werden.

Viele weitere und nicht minder wichtige Vorhaben werden in diesem Jahr realisiert oder begonnen. Grünhainer, Waschleither und Beierfelder können wie ihr Bürgermeister zurecht stolz auf ihre Gemeinde sein. Das zeigt sich nicht zuletzt in den Geburtenzahlen. 2015 wurden in der Gemeinde 42 Babys und damit fünf mehr als im Jahr davor geboren. hb

Weitere aktuelle Informationen zur Stadt Grünhain – Beierfeld erhalten Sie unter http://www.beierfeld.de/

 

Gudrun_GrabnerGrünhain. „Ich hab in Grünhain gewohnt, bin nach Beierfeld gezogen und kam zurück nach Grünhain. Egal ob Grünhain, Waschleithe oder Beierfeld – ich lebe gern hier, fühle mich geborgen.“ Gudrun Grabner liebt ihre Heimat und ganz besonders die Treffen im Bastel- und Kreativklub. „Wir basteln, gehen wandern oder zu besonderen Veranstaltungen. Wer mag, kann sich uns gerne anschließen.“ Der Klub, der auch für den bezaubernden Osterbrunnen vor der „Alten Klosterschmiede“ den Hut auf hatte, trifft sich aller 14 Tage montags, das nächste Mal am 4. April, 14 Uhr im Haus des Gastes.

 

EiscafeWaschleithe. Das Eiscafé „Eiswürfel“ ist ein beliebter Treffpunkt in Waschleithe und ein echtes Waschleither Urgestein. Vermutlich 1811 gebaut ist es über 200 Jahre alt. Das geschichtsträchtige Haus steht unter Denkmalschutz und war viele Jahre im Besitz der Familie Blechschmidt. Heute führen Thomas und Nadine Winterstein das kleine gemütliche Eiscafé mit Straßenverkauf. Mit hausgemachten Eisspezialitäten und Kuchen sowie verschiedenen Waffeln verwöhnen sie die Gäste. Von der Ausflugsgaststätte kann man prima das Kleine Erzgebirge oder den Tierpark erreichen.

 

Herzig_qBeierfeld. Er ist in dritter Generation Beierfelder, schon seine Großeltern lebten hier. Ulrich Herzig führt seit 1992 eine Schwimmbad und Sauna Firma. Seine Kinder gingen hier zur Schule, lernten hier einen Beruf, haben hier eine Zukunft.

Ulrich Herzig weiß: „In einer anderen Stadt zu leben, könnte ich mir nicht vorstellen. Ich liebe das Erzgebirge, meinen Heimatort.“ Und er schätzt, was sich in den letzten Jahren in der Gemeinde entwickelt hat.

Mit seiner kleinen Firma erfüllte er sich selbst einen Traum, freut sich, wenn er nun die Träume von anderen Erzgebirgern in Sachen Schwimmbad oder Sauna verwirklichen helfen kann. In Beierfeld und Umgebung hat er schon so einige Außenpools und Saunen eingebaut.

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