Handwerk: Ich bin Geselle! Wer ist mehr?

Wilfried Ott, Landesinnungsmeister der Sächsischen Innung Klima und Kältetechnik (l.). Heribert Baumeister (3. v. r.) und Frank Wagner (r.) ehren die Gellen mit den besten Prüfungsergebnissen Ramon Dünkel (Berlin), Arno Kühn und Ralf Tittmann (Eisleben, v. R. v. l.). Foto Hans-Joachim Schwochow

Handwerk: Meister statt Master

Aue.  Das Handwerk hat nach wie vor goldenen Boden. Den Beweis traten am 29. März im Kulturhaus Aue 85 junge Gesellen an. Sie wurden an diesem Tag  in feierlicher Runde freigesprochen.  Dabei stellten die Mechatroniker für Kältetechnik mit 54 Gesellen den Hauptanteil. Heribert Baumeister, Chef des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BVI): „Unser modernes Leben erfordert gut ausgebildete Kältetechniker. Es gibt kaum einen Bereich der Wirtschaft, der auf das hohe fachliche Niveau der Kältetechniker verzichten kann. Deshalb sind die Entwicklungschancen in diesem Handwerk besonders gut.

Dennoch steht das Handwerk insgesamt vor enormen Herausforderungen. Der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz Frank Wagner sprach von hunderten unbesetzten Lehrstellen. Dringend erforderlich sei die Meisterausbildung, um Firmenneugründungen zu ermöglichen oder durch Betriebsübernahmen das Handwerk zu erhalten. Die staatliche Hilfe bei der Meisterausbildung sei vor diesem Hintergrund ein richtiges Signal der Politik.  „Das Handwerk ist die Wirtschaftskraft von nebenan.  Meister statt Master; das ist mein Appell“, so die Präsidentenworte.

Das kann durchaus funktionieren. So trägt sich der 24-jährige Arno Kühn aus dem vogtländischen Ellefeld mit dem Gedanken, eine Meisterausbildung oder ein Studium zu beginnen. Der beste Lehrling seines Jahrganges und Landessieger Sachsen des Ausbildungsberufes Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik der Mechatroniker für Kältetechnik konnte seine Ausbildungszeit durch gute Leistungen um  ein halbes Jahr verkürzen und betrachtet die vielseitige Ausbildung als besondere Herausforderung. Neben den Gesellen dieses Ausbildungszweiges  wurden außerdem sieben Metallbauer, vier Feinmechaniker, 19 Elektroniker und ein Zimmerer freigesprochen.  Hervorhebenswert, dass die frischgebackenen Gesellen neben dem Erzgebirgskreis auch aus weiteren ostdeutschen Ländern und dem Freistaat Bayern kamen. hjs

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