Handwerk ist Leidenschaft!

Dachdecker Paul Heil liebt es, mit Schiefer zu arbeiten: „An einem Schieferdach erkennt man die Handschrift eines Dachdeckers“, weiß er. Foto: HWK/Michael Zimmer, Agentur von Hogendorf

Die Liebe steckt in Detail

Region. Das alte Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“ ist im Hier und Jetzt angekommen. Längst ist klar, dass man mit „seiner Hände Arbeit“ nicht nur gutes Geld verdienen kann, sondern auch glänzende Zukunftsperspektiven hat. So wie Dachdecker Paul Heil, der junge Menschen für einen Beruf im Handwerk begeistern will. Zum Aktionstag am 5. Juni gibt es ONLINE die Möglichkeit, sich über die glänzenden Perspektiven im Handwerk zu informieren

Paul Heil bezeichnet sich selbst als zielstrebig und vielseitig. Beide Eigenschaften haben ihm nicht zuletzt zum Bundessieg im Dachdeckerhandwerk verholfen. Aktuell steckt er mitten in der Meisterausbildung und möchte gern mithelfen, junge Menschen für ein Handwerk zu begeistern. Er ist einer der beiden ersten Protagonisten der regionalen Karrierekampagne der Handwerkskammer Chemnitz.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders?
Dass er sehr vielseitig ist. Man hat mit ständig wechselnden Wetterbedingungen zu tun und sehr vielfältigen und fasset-tenreichen Materialien. Da wird es nie langweilig, da auch Hersteller immer wieder an neuen Materialien und neuen Einbautechniken arbeiten. Der Beruf geht auch ein bisschen ins Zimmererhandwerk über – wenn wir zum Beispiel Dachflächen einschalen oder Dachstühle aufstellen. Wir haben andererseits auch viel mit Metall und dem Gerüstbau zu tun. Jede Woche und jeder Tag ist an-ders.

Was sollte man mitbringen, um diesen Beruf ausüben zu können?
Auf jeden Fall sollte man wetterresis-tent, schwindelfrei, teamfähig und sport-lich sein. Die Arbeit findet eben im Freien statt, das Wetter ist nur selten perfekt. Es ist körperlich schwere Ar-beit. Man sollte sich das also wirklich direkt mal ansehen. Ein Praktikum wäre dazu sehr gut geeignet.

Wie muss man sich einen typischen Tag bei Ihnen vorstellen?
Den typischen Tag gibt es bei uns nicht. Wir haben jeden Tag andere Arbeiten, die zu erledigen sind. Wir treffen uns morgens in unserer Lagerhalle. Da werden die Aufgaben verteilt und be-sprochen, Teams entstehen und der 8-Stunden-Tag beginnt.
Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
Dann möchte ich das Familienunternehmen mit meinem Cousin – Dachdeckermeister Mario Heil – weiterführen und in 25 Jahren die 200 Jahre Firmen-jubiläum feiern. Ich möchte meinen Meister in der Tasche haben und Lehr-linge ausbilden, damit der Betrieb und das Dachdeckerhandwerk weiter be-steht.

Sie kennen junge Handwerkerinnen und Handwerker, die gern über ihren Beruf sprechen und Botschafter für das Handwerk sein könnten? Dann sprechen Sie uns an! Ansprechpartnerin: Romy Weisbach, Tel. 0371/5364-238,

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