Handyverbot an Schulen gefordert!

! Die Kreiselternräte Zwickau und Erzgebirge wollen ein generelles Handy-Verbot an Schulen. Thomas Klug, Chef des erzgebirgischen Kreiselternrates: “Die Durchführung des Unterrichts ist nicht mehr gewährleistet. Cybermobbing, Übergewicht, Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, sind nur einige der gravierenden Folgen exzessiver Smartphone Nutzung.”

Macht es den Franzosen nach: Adieu Handy

Von Sven Günther
Erzgebirge/Zwickau. Er weiß, wovon er spricht. Thomas Klug (50), der Chef des Kreiselternrates Erzgebirge, ist seit Jahren alleinerziehender Vater von Tochter Michelle (15) und Sohn Thomas jr. (18). Der Verkehrsleiter einer Spedition kennt das Thema “Handynutzung” genau und fordert mit dem Kreiselternrat jetzt ein generelles Handyverbot an Schulen.

Das Vorbild liefern die Franzosen. Ein entsprechendes Gesetz wurde dort im Juli erlassen. Klug: “Adieu Handy! Wir wollen französische Strenge an den erzgebirgischen Schulen!” Unterstützt wird er vom Auer Stadtrat Tobias Andrä. Der Kreiselternrat Zwickau hat sich der Forderung angeschlossen.

Klug: “Unsere Kinder werden zu Sklaven ihrer Handys. Ein regulärer Unterricht ist nicht mehr gewährleistet. Es werden Lehrer gefilmt, Pornos verschickt und auf den Geräten gespielt. In der Schule sollen aber in erster Linie Lerninhalte vermittelt werden. Doch darauf wird sich wegen der Smartphones nicht mehr konzentriert.”

Für den Kreiselternrats-Chef ist es an der Zeit, der um sich greifenden Handy-Manie ein entschlossenes Stop Signal entgegenzusetzen. Klug: “Cybermobbing, Übergewicht, Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, sind nur einige der gravierenden Folgen exzessiver Smartphone Nutzung. Am Ende landen die Kinder in der ADHS-Schublade.”

Für ihn steht fest: Es stirbt niemand, wenn das Telefon daheim bleibt oder abgegeben werden muss. Kein Kind benötigt in der Schule ein Handy. Auch nicht für die digitale Bildung. “Die befürworte ich ausdrücklich. Es geht darum, den Kindern Medienkompetenz beizubringen. In Sachen Anwenderkompetenz machen wir ihnen ohnehin nichts mehr vor”, sagt Klug, der entsprechend ausgebildete Lehrer vermisst und schimpft: “Die Landesregierung kann nicht davon ausgehen, dass digitale Bildung mittels privater Handys geschieht. Die Schulen gehören entsprechend mit Tablets ausgerüstet, auf denen die Inhalte der Schulbücher gespeichert sind.”

Das hätte noch einen positiven Vorteil, meint Klug: “Wir haben ausgerechnet, dass ein Schulranzen 32 Kilogramm schwer sein kann. Laut Arbeitsschutzgesetz dürfen Frauen zehn und Männer 30 Kilo heben. Unseren Kindern muten wir aber größere Lasten zu. Irrsinn.”

Klug will sich jetzt mit dem Chemnitzer Kreis- und dem Landeselternrat abstimmen, die Forderung nach einem Handyverbot dann im Kultusministerium vorlegen. Der Kreiselternrats-Chef: “Schulen dürfen keinen Raum bieten, um mit dem Smartphone Handy herumzudaddeln! Adieu Handy.”

Er hofft auf breite Zustimmung und bittet unter der E-Mail um Meinungen und Erfahrungen.

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