Hartmannsdorf heißt Asylsuchende willkommen

Hartmannsdorfs Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus übergibt Johanniter-Vorstand Pierre Söllner symbolisch den Schlüssel für das Wohnprojekt. Foto: Alice Jagals

Hartmannsdorf. Am Mittwochnachmittag war es geschafft. Die Johanniter Unfallhilfe weihte mit zahlreichen Gästen ihr erstes Wohnprojekt für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (umA) von ganz Sachsen ein.  Das befindet sich nur einen Katzensprung vom Hartmannsdorfer Freibade entfernt.

In zwei Gebäuden in der Badstraße, nämlich im Bereich des Archivs und in dem Bungalow, in dem vor mehreren Jahren mal eine Gaststätte war, werden künftig zwölf  junge Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren hier untergebracht. Die ersten Bewohner kommen aus Eritrea, Ägypten, Somalia und Sierra Leone. Die ersten sind bereits am späteren Mittwochnachmittag eingezogen.

Insgesamt sieben Mitarbeiter werden sich künftig um die Asylsuchenden kümmern, darunter ist auch ein Sprachmittler, der selbst

So sehen die Doppelzimmer aus, natürlich mit Schreibtisch, da die Jungen zur Schule müssen. Foto: Alice Jagals

vor eineinhalb Jahren von Syrien nach Deutschland kam.

Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus ist sichtlich erleichtert, denn für sie war das Ziel ein schwerer Akt. Nicht zuletzt auch aufgrund bürokratischer Regelungen aufgrund dessen, dass die jungen Männer dem Jugend unterstehen. „Es hat sich mittlerweile ein aktiver Helferkreis gegründet, der prima mit angepackt hat“, sagt sie.

Die Sanierung der Räume im Archiv bzw. des Bungalows haben insgesamt 540.000 Euro gekostet. Die Gemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent an diesen Kosten. Zur Verfügung stehen den Bewohnern künftig eine Gemeinschaftsküche, sanitäre Anlagen mit Duschen und insgesamt sechs Doppelzimmer mit Schrank, Doppelstockbett und Schreibtisch.

Das ist der sanierte Bungalow. Foto: Alice Jagals

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