Heute Asylbewerber, morgen Fachkraft?

Werden aus Asylbewerbern von heute, die Fachkräfte von morgen? Foto: pixbay.com

Werden aus Asylbewerbern von heute, die Fachkräfte von morgen?
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Von Sven Günther
Chemnitz. Nach einer neuen Umfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern unter 2500 Unternehmen, sehen 49 Prozent der Firmen-Chefs die Möglichkeit, dass aus den Asylbewerber von heute, die Fachkräfte von morgen werden.
Angela Grüner von der IHK Chemnitz: „Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg signalisieren außerdem 63 Prozent der Befragten ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylbewerber.“ Ganz vorn liegen Gastgewerbe (78 Prozent) und Industrie (74). Dagegen gaben sich Inhaber von Handelsgeschäften zurückhaltend. Nur die Hälfte zeigten Bereitschaft.
„In Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern liegt der Wert bei 53 Prozent, bei Unternehmen mit über 500 Beschäftigten bei 89 Prozent“, so Angela Grüner. Allerdings machen neun von zehn Befragten eine Einstellung von einer erteilten Aufenthaltserlaubnis abhängig.
45 Prozent der Firmenchef können sich dann vorstellen, schon im kommenden Jahr anerkannte Asylbewerber zu beschäftigen. Angela Grüner: „Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg entfallen 46 Prozent aller Stellenangebote auf un- und angelernte Tätigkeiten, 43 Prozent auf Tätigkeiten, die eine Berufsausbildung voraussetzen, und elf Prozent auf Akademiker.“
Fest steht auch: Wenn es um eine Ausbildung geht, verlangen 64 Prozent der befragten Firmen ein Bleiberecht auch nach Abschluss einer Lehre. Außerdem sieht die Wirtschaft Probleme hinsichtlich der undurchschaubaren Rechtslage, der Unsicherheiten über das Qualifikationsniveau, der kulturellen Unterschiede und der hohen bürokratischen Hürden.

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