Heute eröffnet Klinikum Chemnitz Neubau – Spezialklinik für Hämatologie, Internistische Onkologie und Stammzellentransplantation

Chemnitz.  Am heutigen Freitag wird der Neubau der Klinik für Innere Medizin III im Küchwald-Areal des Klinikums Chemnitz eröffnet. Unter Leitung von Chefarzt PD Dr. med. Mathias Hänel zählt diese Spezialklinik für Hämatologie, Internistische Onkologie und Stammzelltransplantation zu den größten Behandlungszentren ihrer Art in Deutschland.

Seit 20 Jahren werden Stammzelltransplantationen durchgeführt, bei denen der Patient sein eigener Spender ist. Kürzlich konnte der 1000. Patient auf diese Weise erfolgreich transplantiert werden. Seit fünf Jahren ist es zudem möglich, Zellen eines anderen Menschen zu übertragen.

Im Klinikneubau erfolgen die stationäre und ambulante Therapie nun in Räumlichkeiten, die modernsten Standards entsprechen. „Gegenwärtig behandeln wir rund 5200 Fälle im Jahr stationär und teilstationär sowie weitere 12000 Fälle aus Chemnitz und Südwestsachsen ambulant“, so der Chefarzt, der von weiter wachsenden Patientenzahlen ausgeht. Die Ursache führt er auf die steigende Lebenserwartung der Menschen und eine präzisere, frühere Diagnostik zurück. Dazu addieren sich die besseren Behandlungsmöglichkeiten, die in den zurückliegenden 20 Jahren einen Quantensprung erlebt haben.

Ein Novum im Klinikneubau, für den rund 17 Millionen Euro aus Mitteln des Freistaates Sachsen sowie aus Eigenmitteln investiert wurden, ist die Konzentration von Akut- und Transplantationspatienten auf einer Etage. Für reinste Luft ist eine Filter- und Klimaanlage installiert, mit der auch Bakterien, Pilzsporen und Viren ausgefiltert werden können. Diese Etage verfügt zudem über ein entsprechendes Tür- und Schleusensystem, um die stark infektionsanfälligen Patienten, deren Immunsystem während ihrer Behandlung zeitweise ausgeschaltet ist, maximal von Keimen jeder Art abzuschirmen.

Neuer Linearbeschleuniger

Bereits in der vergangenen Woche nahm die Klinik für Radioonkologie einen neuen Bestrahlungstrakt mit einem hochmodernen Linearbeschleuniger Elekta VERSA HD für die Strahlentherapie gegen Krebs in Betrieb.
Mit dem modernsten Linearbeschleuniger der Region kann die Präzision der Strahlentherapie bei Krebserkrankungen weiter gesteigert werden, wodurch die Strahlenbelastung für gesundes Gewebe sinkt. Neu ist nun in der Behandlung von gutartigen und bösartigen Primärtumoren sowie von Metastasen im Bereich des Gehirns und im Körper die Möglichkeit der sogenannten Stereotaktischen Strahlentherapie. Weiterhin können gerade beim Mammakarzinom und Prostatakarzinom durch höhere Präzision und Bildführung die Sicherheitssäume verkleinert werden. Zudem lassen sich die Einzeldosen pro Bestrahlung erhöhen, was die Gesamtbehandlungszeit bei gleicher Wirksamkeit deutlich verkürzt. PM/red

Die Medizinisch-Technischen-Assistentinnen Katja Lehmann und Claudia Neumann (v.l.) sowie Chefarzt Dr. med. habil. Gunther Klautke (3.v.l.) simulieren mit Dipl.-Physikerin Kathleen Lorenz (r.) eine Justierung des neuen Linearbeschleunigers.Foto: bit

Die Medizinisch-Technischen-Assistentinnen Katja Lehmann und Claudia Neumann (v.l.) sowie Chefarzt Dr. med. habil. Gunther Klautke (3.v.l.) simulieren mit Dipl.-Physikerin Kathleen Lorenz (r.) eine Justierung des neuen Linearbeschleunigers. Foto: bit

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