Hoffnung für das Berggasthaus

Hartmut und Karsten Pfau vor dem Berggasthaus auf dem Pfaffenberg. Foto: privat

Kommt Leben ins Berggasthaus?

Von Sven Günther
Hohenstein-Ernstthal. Sie haben hier Geburtstage gefeiert, sind häufig eingekehrt und fühlten sich immer wohl. Für die Brüder Hartmut und Karsten Pfau ist das Berggasthaus auf dem Pfaffenberg (480 Meter) ein Stück Heimat. Hartmut Pfau: „Wir sind mit ganzem Herzen Hohenstein-Ernstthaler. Es hat uns immer geärgert, dass das Haus seit Jahren leersteht. Jetzt haben wir die Initiative ergriffen.“
Für 500.000 Euro haben die Brüder das Haus von einem Österreicher gekauft. Ein Haus mit überragender Tradition. 1911 wurde es vom Erzgebirgsverein auf dem Pfaffenberg eröffnet, u.a. weil der Blick über die hügelige Landschaft bis hin zum Fichtelberg einmalig ist. Weitere 500.000 Euro wollen die Brüder, Inhaber der Firma LST Luft-, Sanitär-, Klimatechnik Chemnitz, in die Sanierung stecken. Gaststube, Gästezimmer, Terrasse, Küche, Sanitäranlagen. Alles soll modernisiert werden.
Karsten Pfau: „Das Konzept steht, das Personal ist auch schon am Start. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, können endlich wieder Gäste das herrliche Ambiente und den sehenswerten Erzgebirgsblick bei gutem Essen genießen.“

Wenn…

Einen Haken hat der Plan der Brüder. Die Stadt, einst selbst Eigentümer des Hauses, hat ein Vorkaufsrecht. Wenn die Verwaltung von diesem Gebrauch machen würde, müssten die abgeschlossenen Verträge rückgängig gemacht werden. Der Stadtrat, in dem Hartmut und Karsten Pfau für die AfD sitzen, wird sich am 23. Februar mit dem Berggasthaus beschäftigen.

Der Blick vom Pfaffenberg ins Erzgebirge ist wunderschön. Foto: privat

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