Hoher Forst gehört zum UNESCO-Welterbe

Am Sonntagvormittag kamen Vertreter der drei Gemeinden Kirchberg, Hartmannsdorf und Langenweißbach sowie Mitglieder des Vereins NABU-Ortsgruppe Kirchberger Natur- und Heimatfreunde zu einer spontanen kleinen Feier am „Huthaus Engländerstolln“ zusammen. Foto: Uhlig/Stadtverwaltung

Kirchberg. Ach, wie groß war das Aufatmen, als am vergangenen Samstag gegen 14,39 Uhr verkündet wurde, dass die Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoí nun zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde. Dazu gehört auch die Bergbaulandschaft Hoher Forst. Das Areal liegt im Gebiet der Gemeinden Hartmannsdorf und Langenweißbach, der Verein, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat – die NABU-Ortsgruppe Kirchberger Natur- und Heimatfreunde – ist in der Siebenhügelstadt verwurzelt.
Sie legten einen Natur- und Bergbaulehrpfad an und errichteten einen Wanderrastplatz mit einer Schutzhütte, dem „Huthaus Engländerstolln“, um die Bergbaulandschaft Hoher Forst auch für die Öffentlichkeit erfahrbar zu machen. Ihrem Fleiß und ihrer Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass der Hohe Forst mit Martin-Römer-Stolln, Engländer-Stolln und den Relikten der Burg- und Bergbausiedlung zu den 22 ausgewählten Denkmalen, Natur- und Kulturlandschaften des Montanregion Erzgebirge/Krušnohoí gehört.

Der Hohe Forst gilt als eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges. Bereits im 13. Jahrhundert begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, und es entwickelte sich eine Bergstadt, die jedoch bald wieder aufgegeben wurde. Heute zeugen zahlreiche Relikte in Form von Halden und Pingen von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

Der Titel birgt viele Chancen. Auf uns kommt aber auch viel Arbeit zu“, sagt Kirchbergs Bürgermeisterin Dorothee Obst. In einem ersten Schritt müsse nun der Wanderpark-Parkplatz am Hohen Forst ausgebaut werden. aj

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