Homeoffice mit Kindern: Von Stundenklau und Höhlenbau

Von Stundenklau und Höhlenbau

Von Alice Jagals.
Willkommen in Woche drei von „Homeoffice mit Kindern“. Und jetzt stelle ich Ihnen, lieber Leser, mal eine Frage: Welche positiven Eigenschaften verbinden Sie mit einem Wäscheständer? Die Wäsche wird trocken, ok. Das war´s aber schon?

Wir brauchen das tolle Teil nur noch äußerst selten. Wir haben einen Trockner. Sehr praktisch bei zwei Kindern. Und gerade die beiden haben den Wäscheständer jetzt für sich entdeckt und gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn mit zwei großen Decken und ein paar Klammern lässt sich daraus eine wunderbare stabile Höhle bauen. In dieser schläft der Große (7 Jahre) seit einigen Nächten. Mit Sportmatte und einer Decke drüber ist es für ihn „echt bequem“. Dort werden außerdem Bücher geschaut, CDs gehört, ja, auch Nintendo gespielt und die Kleine (2 Jahre) kuschelt sich mit hinein. Praktisch, so ein Wäscheständer, vor allem, wenn er vorm Schreibtisch steht. Und da warten natürlich die Schularbeiten.

Nach einem Tag Schulpause und einer Einheit am Küchentisch wollte ich aber, dass Junior wieder am eigenen Schreibtisch sitzt, zumal er dort mehr Ruhe hat. Also: Gesicht ziehen, Decken abräumen und Wäscheständer zusammenklappen. Doch man glaubt kaum, wie schnell diese Dinge nach getaner Arbeit wieder aufgebaut sind. Aber wenn´s Spaß macht … Weniger lustig war die Zeitumstellung. Meine kleine Zweijähige hat nun Probleme beim Mittagschlaf. Zu dumm, dass dieser elementar wichtig ist. Also für mich. Da kann ich mich nämlich mal alleine ins Homeoffice verkriechen – ohne Kinder.

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