„Ich beobachte alles von oben“ – Olympiahoffnung Aljona Savchenko im Interview

Aljona Savchenko in Chemnitz. Sie brachte die neuesten Autogrammkarten mit, die es nun exklusiv zu gewinnen gibt. Foto: Nicole Neubert

Aljona Savchenko in Chemnitz. Sie brachte die neuesten Autogrammkarten mit, die es nun exklusiv zu gewinnen gibt. Foto: Nicole Neubert

Aljona Savchenko, die 5-fache Weltmeisterin, 4-fache Europameisterin und 2-fache Bronzegewinnerin bei den olympischen Spielen im Eiskunstlauf, hat eine starke Bindung zur Stadt Chemnitz. Im Dezember kehrte sie in ihre zweite Heimat zurück und verzauberte zusammen mit ihrem Laufpartner Bruno Massot das Pubilkum bei der Eisshow „Emotion on Ice“. Einen Tag zuvor traf unsere Redakteurin die Eiskunstläuferin in der Boutique M.M. Style. Was sie zu den bald anstehenden olympischen Winterspielen zu sagen hat, verrät sie im Interview.

Ab 9. Februar werden die olympischen Winterspiele 2018 ausgetragen. Wie laufen derzeit die Vorbereitungen?
Aljona Savchenko: “Bis jetzt läuft alles sehr gut. Wir haben zwar ziemlich stressige Wochen hinter uns und es stehen uns auch noch einige bevor, aber wir fühlen uns sehr gut. Die Kür steht, jetzt wird noch daran gefeilt”.

Die Kür, die Sie laufen, heißt „Die Welt vom Himmel betrachtet“. Was ist das Besondere daran und welche Botschaft wird damit hinterlassen?
“Wir haben lange überlegt, welche Musik wir nehmen könnten. Die Entscheidung ist nicht immer einfach, etwas Besonderes zu finden. Wir haben uns dann die Filmmusik von „La Terre vue du ciel“ von Armand Amar angehört und sofort gedacht, dass es etwas Neues und Anderes zur herkömmlichen Musik ist. Ich beobachte immer alles von oben, weil ich immer durch die Luft fliege.  Deswegen der Titel und die Musik passt da gut zum Thema, denn sie handelt von der Natur und unserem Planeten.”

Sie zählen zusammen mit Bruno Massot als große Favoriten. Welche realistischen Ziele verfolgen Sie bei der Olympiade?
“Wir wollen eine saubere Leistung auf das Eis legen und die Zuschauer und Preisrichter verzaubern. Dabei ist hohe Konzentration gefragt, um die von den Leuten erwartete Leistung auch bringen zu können.”

Wenden Sie vor dem Lauf besondere Rituale an?
“Nein, ich habe keine Rituale, weil man dann zu sehr auf das, was nicht passieren darf, fixiert ist. Wenn dann eine Situation herrscht, in der man einmal nicht das Ritual aus irgendwelchen Gründen anwenden kann, dann wird es problematisch. Daher gibt es das bei mir nicht.”

Was verbindet Sie besonders mit der Stadt Chemnitz?
“Chemnitz ist für mich eine alte und zweite Heimat. Als ich 19 Jahre alt war, bin ich nach Chemnitz gekommen. Insgesamt war ich 13 Jahre hier. Ich habe in dieser Stadt viele Freude, die ich gern besuchen komme. Außerdem finde ich, dass in dieser Stadt das Eiskunstlaufen noch geschätzt wird. Die Leute mögen den Sport und schätzen ihn mehr als es in anderen Städten Deutschlands und sogar Ländern der Fall ist. Das freut mich sehr.”

Was denken Sie, woran das liegen könnte?
“Ich finde Eiskunstlaufen wird zu wenig im Fernsehen gezeigt. Das macht sich auch am Nachwuchs bemerkbar. Es kommt einfach zu wenig nach. Würden die Kinder den Sport sehen und erleben, wäre vielleicht auch das Interesse für den Sport stärker vertreten. Als Eiskunstläuferin wünscht man sich doch manchmal mehr Anerkennung, für das, was man geleistet hat.”

Sie sind elf Jahre mit Robin Szolkowy gelaufen, jetzt ist die erste Olympiade mit Bruno Massot. Was ist anders?
“Es sind zwei verschiedene Menschen und ich mag da auch keine Vergleiche ziehen. Jeder hat Vor- und Nachteile. Beide sind sie aber gut und das jeder auf seine eigene Art und Weise”.

 

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