“Ich erhole mich beim Sport”

Erik Haß ist natürlich auch selbst ak tiv. Foto: privat

Erik Haß ist natürlich auch selbst aktiv. Foto: privat

Zwickau. „Seit ich gehen kann, saß ich, wenn meine Eltern zu Wettkämpfen waren, in der Weitsprunggrube und habe Sandkuchen gebacken“, lacht Erik Haß. „So habe ich wohl nicht nur mit den Genen, sondern auch beim frühzeitigen Hineinschnuppern in die Leichtathletik meine Liebe zu diesem Sport des Laufens, Springens und Werfens mitbekommen.“ Bekanntlich hat nicht jeder „derartiges genetisches Mitbringsel“, aber viele Jungen und Mädchen Talent. Bei Kristin Gierisch entdeckte es ihre Mathe-Lehrerin. Nun stand sie als Dreispringerin im WM-Finale. „Ein typisches Beispiel“, sagt Haß dazu. „Gesichtet, Interesse geweckt, Grundlagen gesetzt, gefördert, Erfolg.“

Der Regionaltrainer Leichtathletik sichtet zu Sportfesten, Tagen des Sports, Schulvergleichen und von ihm organisierten Wettkämpfen Schülerinnen und Schüler der Altersklassen 10 bis 16. Dabei wirft der diplomierte Biomedizin-Techniker und Sportwissenschaftler einen Blick auf vorhandene Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit, die Agilität im Sinne von flink, wendig, schwungvoll, dynamisch, vollblütig leidenschaftlich. „Dann gilt es, die Betroffenen in die entsprechenden Vereine zu integrieren, dort die Vielfältigkeit zu schulen, mit den Eltern das Training zu koordinieren, Gespräche mit allen Beteiligten zu führen, Werte zu vermitteln und zu festigen, wie Disziplin im Team, Fairness, Ehrgeiz, Wille, Pünktlichkeit, für die im Schulsport keine Zeit bleibt. Leider auch nicht, der Grundsportart Leichtathletik mehr Aufmerksamkeit widmen zu können.“

Dabei fühlt er sich nicht nur als Trainer, sondern auch gewissermaßen auch als Lehrer. „Mit der Bismarck-Methode klappt das recht gut“, meint der ehemalige Langstrecken-B-Nationalkader und deutsche Vizemeister über 10 Kilometer bei den Junioren. „Das Ziel, sich Grundkenntnisse zu erarbeiten, zu verbessern und darüber den Spaß zu haben, ist das Primäre.“ Das passiert zum Beispiel mit Elternsportgruppen eben dieser Talente und „Familienvergleichen“. „An dieser Stelle auch ein Dank an die vor-Ort-Vereine in Kirchberg, Werdau, Glauchau, Lichtenstein, im Mülsengrund, um nur einige zu nennen, die diese hervorragende Arbeit an der Basis leisten“, verweist Haß auf die gute Zusammenarbeit mit „seinen“ Vereinen.

Die besten Talente werden vom 33-Jährigen darüber hinaus zusätzlich in einer eigenen Trainingsgruppe betreut. „Ein Beispiel ist da Franziska Marie Kaufmann. Sie verbesserte in der AK w13 dieses Jahr mehrfach den Landesrekord im Fünfkampf (50 m; 800 m; 60 m Hürden; Weitsprung; Schlagballweitwurf). In der AK 14/15 stehen ihr, aufgrund der fabelhaft antrainierten allgemeinen Fertig- und Fähigkeiten, Möglichkeiten offen, Hürdenläuferin, Springerin oder auch Werferin zu werden.“ Familie und Verein müssen dann Gespräche und Varianten ausloten, ob sie zu den Großen Clubs nach Dresden, Chemnitz oder Leipzig gehen will und kann. „Auch da stehen wir, speziell ich mit Rat und Tat zur Seite, weil es oft an der lokalen oder zeitlichen Komponente Fragen zu lösen gilt“, weiß der 1.88 groß gewachsene immer noch aktive Läufer. Ob da überhaupt noch Zeit bleibe, selber an Wettkämpfen teilzunehmen, gar mal Strand und Sonne zu genießen, entgegnet der Dunkelblonde: „Ich brauch´ eher Wald und Natur. Ich erhole mich beim Sport, beim Laufen, Klettern und Radfahren. Zwischendrin ein gutes Buch, ein Konzert und tolle offene Gespräche, dann ist alles gut.“

Dass alles gut bleibt, noch viele Talente entdeckt, gefördert, delegiert und bei großen Meisterschaften Erfolge erringen werden – nimmt Erik Haß gern Fragen entgegen unter: 0375 – 81 89 11 38 oder mail:   tsc

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