Ihr habt verloren, Idioten

In der 50. Minute zündeten Chaoten im Gästebock Bengalos. Foto: Birgit Hiemer

In der 50. Minute zündeten Chaoten im Gästebock Bengalos.
Foto: Birgit Hiemer

Danke, Martin!

Von Sven Günther
Aue. Vor dem Spiel hatte FCE-Trainer Dotchev seinen Keeper Martin Männel in den höchsten Tönen gelobt! “Martin ist für mich absolut sensationell”, sagte der Übungsleiter. Wie recht er hatte zeigte sich im Derby gegen Energie Cottbus unter Flutlicht am Freitagabend in der 90. Minute. Der Keeper rettete gegen den allein vor ihm auftauchenden Sukuta-Pasu mit überragenden Stellungsspiel, versperrte dem Ball mit dem linken Bein den Weg ins Tor. So siegte Aue nach dem Unentschieden gegen Rostock und dem Sieg in Erfurt im dritten Ostderby mit 1:0. Auch die fast fünfminütige Nachspielzeit nützte den Lausitzern nichts. Aue hat jetzt 17 Punkte und steht auf Platz zwei der Tabelle.
Dabei fand Energie Cottbus gut ins Spiel. Aber mit zunehmender Spielzeit konnten die Veilchen den Gegner immer mehr beherrschen.
In der 31. Minute der Siegtreffer. So beschreibt der Sportinformationsdienst im Live-Ticker das Tor: “Der Treffer lag in der Luft! Kluft bringt die Kugel von links flach herein, wo erst noch alle verpassen und Rizzuto den Ball von rechts erneut hereinbringen muss, damit aber den goldrichtig stehenden Adler in der Mitte findet, der das Spielgerät grätschend in die Maschen bugsiert.”
In der 50. Minute der negative Höhepunkt.: Im Gästeblock wurden Bengalos gezündet. Flammen züngelten in den nachtschwarzen Himmel. Dichte Nebelschwaden waberten durch das Stadion. Schiedsrichter Florian Badstübner holte die Mannschaften vom Platz. Nach zwei Minuten herrschte wieder einigermaßen klare Sicht. Das Spiel ging weiter und Cottbus kam in der 66. Minute zu einer Großchance. Aber Männel entschärfte den Schuss des Finnen Kauko.
Am Ende steht ein verdienter, wenn auch glücklicher Sieg für Aue fest. Torschütze Nicky Adler: “Es war für mich wie eine Befreiung, weil ich einige Spieltage auf ein Tor gewartet habe. Ein großes Kompliment an die ganze Mannschaft und an Martin Männel.”
Cottbus-Trainer Stefan Kramer: “Es war ein hart umkämpftes, enges Spiel. Mit etwas Glück hätten wir hier etwas holen können. Aber man hat gemerkt, dass meine Mannschaft verunsichert ist. Ich denke aber, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht und alles versucht haben, den Ausgleich zu erzwingen.”
Pavel Dotchev sagte: “Wir nehmen die drei Punkte mit, bereiten uns jetzt auf das Spiel gegen Mainz vor. Es ist richtig, dass das Spiel eng war. Nicky Adler hat mir schon im Training gezeigt, dass er sehr motiviert ist.”
Sicher wird er in der Kabine seinem Keeper Martin Männel wieder danken….

Gewinnspiele
Facebook
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar