Im Interview mit Comedian Paul Panzer

Deutschlands Ausnahmekünstler Paul Panzer. Foto: publiks

Nach Freizeitwahn, Weltrettung und Evolution ist Ausnahmekünstler Paul Panzer nun in der philosophischen Königsklasse angekommen. Am 12. April ist er mit seinem Programm „Glücksritter…vom Pech verfolgt“ in der Zwickauer Stadthalle zu Gast. Im WochenENDspiegel-Interview verrät er, wie er es mit dem Glück hält und worüber der Comedian lachen kann…

WochenENDspiegel: Sie bringen tausende Menschen in Deutschland zum Lachen. Worüber kann denn ein „Paul Panzer“ lachen und worüber vielleicht auch nicht?

Paul Panzer: Kennst Du Musical, Freundchen? Meine Frau, die Hilde, liebt Musical. Ich hasse Musical. Aber weil Glück auch ist, andere mal glücklich zu machen, waren wir bei Starlight Express. Das, wo die alle auf Rollschuhen durch die Gegend düsen. Hat Hilde ausgesucht. Katastrophe! Das geht ewig lange. Ich hab in der ersten Pause dann auf dem Parkplatz Sand gesammelt und den auf die Bahn geworfen… Da wurde aus schnarchig aber ganz flott lustig.

Haben Sie einen Lieblingswitz?

Da fragst Du mich jetzt aber was… So aus dem Stehgreif natürlich nicht, wie das immer so ist.

Ihr Programm heißt „Glücksritter … vom Pech verfolgt“. Haben Sie einen persönlichen Glücksbringer im Leben und auf der Bühne?

Es heißt ja, „Jeder ist seines Glückes Schmied“… ich vertraue da lieber auf mich selbst als auf einen Glücksbringer.

Was denken Sie ist der Schlüssel für ein glückliches Leben? Sollte man wie ein Ritter, um sein Glück im Leben kämpfen?

Vor allem sollten wir die Augen offen halten, damit wir das Glück sehen, wenn es da ist. Oft laufen wir ja dem großen Glück hinterher und verlieren vor lauter Suchen den Blick für das kleine.

Wie ist das Programm entstanden? Gab es bestimmte Momente und Pointen im Leben, die Sie dazu inspiriert haben?

Mein Programm hat natürlich auch autobiographische Züge. Die Sache mit dem Glück ist so einer. Ich hatte schon immer einen Hang zur Melancholie und konnte dem Glück nie so ganz trauen. Das merkt man auch bei „GLÜCKSRITTER“. Kaum steht das Glück vor der Tür, traut der Paul dem Braten nicht so ganz. Irgendwo muss das Glück den Haken ja versteckt haben (lacht).

Der Name „Paul Panzer“, wie sind Sie darauf gekommen? War es ein glücklicher Zufall oder Absicht?

Der Paul ist ja damals fürs Radio entstanden. Als eine von vielen Figuren. Da brauchte ich eine Menge Namen. Und einer war „Paul“. Seinen Nachnamen bekam er dann, weil mir die Alliteration gefiel. So wie bei Donald Duck. Und seither heißt der Paul „Panzer“.

Waren Sie schon einmal in Zwickau? Wenn ja, welche Erinnerungen haben Sie mit der Stadt?  

Na klar. Meine Crew und ich kommen immer gern zu Euch in die Schumann-Stadt. Leider bleibt meistens keine Zeit, irgendwas anzugucken, dafür bleiben die Auftritte umso besser in Erinnerung. Wir reißen da jedes Mal zusammen die Hütte ab.

Was erwartet die Zuschauer bei ihrem Programm?

Wir werden uns zusammen auf die Suche nach dem Glück machen und dabei Fragen klären wie „Was ist Glück? Wie komme ich da ran?“. Und, wenn es mal da ist „Was muss ich tun, damit es bleibt?“. Aber trotz der philosophischen Zwischentöne wird es vor allem eins, Freunde: So richtig lustig!

 

Vielen Dank für das angenehme Gespräch!

 

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