Industriegeschichte und Kunst: Zwickau und Chemnitz für Kulturliebhaber

Nimmt mit auf eine Zeitreise durch die Industriegeschichte: Das Industriemuseum Chemnitz. Foto: Cindy Haase

Sachsen erlebte im Jahr 2018 einen Besucherrekord. Was nicht verwundert, denn der Freistaat bietet seinen Gästen eine vielfältige Kultur- und Naturlandschaft. Doch nicht alle Regionen sind gleichermaßen stark besucht. Die Touristen zieht es vor allem nach Dresden, Leipzig und in die Sächsische Schweiz. Dabei gibt es in Chemnitz und Zwickau ebenfalls viel zu entdecken.

Urige Kneipen, gastronomische Vielfalt, zahlreiche Hotels, viele Einkaufsmöglichkeiten, Parks und Museen: Die Region Chemnitz/Zwickau hat alles, was das Touristenherz begehrt. Besonders einzigartig ist die Prägung der Region durch die vielfältige Industriekultur des Kohle- und Erzbergbaus, der Architektur-, Textil-, Automobil- und Eisenbahngeschichte. Von der herausragenden Bedeutung dieser Branchen für Chemnitz und Zwickau zeugen zum Beispiel zahlreiche Kunstsammlungen. Insgesamt zeigen weit über 70 Museen Exponate aus der industriellen Historie der Region.

Für Übernachtungen sollten Chemnitz- und Zwickau-Besucher nicht nur Hotels, sondern auch Ferienwohnungen in Betracht ziehen, die bequem online buchbar sind. Diese Art der Urlaubsunterkunft eignet sich vor allem für Sachsen-Besucher, die Wert auf eine gemütliche Wohnung wie daheim legen und sich gerne selbst versorgen.

500 Jahre Industriegeschichte in einer Landesausstellung

Die starke industrielle Prägung der Region wird kommendes Jahr Thema der großen Landesausstellung “Boom – 500 Jahre Industriegeschichte Sachsen” sein. Mit der zentralen Ausstellung im Audi-Bau Zwickau und sechs Begleitausstellungen in Chemnitz, Crimmitschau, Freiberg und Oelsnitz/Erzgebirge wollen die Kuratoren Industriegeschichte zum Erlebnis machen und werden sicherlich für einen neuerlichen Anstieg der Touristenzahlen in der Region sorgen.

Industriegeschichte hautnah

1904 begründete August Horch mit Audi den Automobilbau in Zwickau. Im August-Horch-Museum lässt sich heute die Geschichte der Automobilindustrie anhand von Luxusmodellen von Audi, Horch, Wanderer und DKW, aber auch den Trabantmodellen erleben. Liebhaber alter Automobile sehen hier Originale aus über 100 Jahren Automobilbau in Sachsen.

Doch im Kulturleben der Region werden nicht nur Industrie- und Technikgeschichte großgeschrieben. Kunstliebhaber sollten sich zum Beispiel auf keinen Fall die Kunstsammlungen Zwickau – Max-Pechstein-Museum entgehen lassen. Das Haus gehört heute zu den wichtigsten Kunstmuseen Mitteldeutschlands. Seit ihrer Eröffnung im April 2014 haben bereits mehr als 60.000 Menschen die Dauerausstellung mit Werken des in Zwickau geborenen Expressionisten Max Pechstein besucht.

Darüber hinaus begeistert die Region Outdoor-Sportler und Naturfans mit zahlreichen Schlössern sowie ausgedehnten Wanderstrecken und Radwegen. Fans der Romane von Karl May sollten sich das Karl-May-Geburtshaus in Hohenstein-Ernstthal nicht entgehen lassen: Es gibt einen authentischen Eindruck vom faszinierenden Leben des Schriftstellers.

Auch in Chemnitz lassen die städtischen Kunstsammlungen die Herzen der Besucher höher schlagen, beispielsweise das König-Albert-Museum, eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Sachsens, oder das Museum Gunzenhauser, das Werke der Klassischen Moderne zeigt. Im Stadtteil Kaßberg zeigt sich die sächsische Großstadt von ihrer schönsten Seite. Hier kann man bei einem Spaziergang prachtvolle und überraschend gut erhaltene Jugendstil-Bauten und Gründerzeitvillen betrachten und die besondere Atmosphäre dieses edlen Viertels genießen.

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