Internationales Puppentheaterfestival: Alles andere als reiner „Kinderkram“

Puppentheater-Direktorin Monika Gerboc freut sich schon riesig auf das Internationale Puppentheaterfestival. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Puppentheater ist was für Kinder? „Nein, es ist mehr als nur Kinderkram“, betont Puppentheater-Direktorin Monika Gerboc. Und wenn im Oktober das sanierte Puppentheater nach drei Jahren wieder eröffnet, dann wird spätestens zur großen Eröffnungsparade am 10. Oktober jeder davon überzeugt sein. Allerdings könnte es für die, die dann Geschmack gefunden haben, zu spät sein. Zumindest, wer sich auf die internationale Ebene des Puppenspiels begeben will. Zur großen Eröffnungssause wird es bekanntlich vom 10. Bis 14. Oktober das Internationale Puppentheaterfestival geben.

14 Ensembles aus neun Ländern, darunter Israel, Spanien, Slowakei und Groß Britannien und natürlich Deutschland

Nur zu, die Puppen warten schon auf ihre Gäste. Foto: Alice Jagals

werden das Publikum in Brauhaus, Alter Gasometer, Ratssaal, Malsaal, auf dem Hauptmarkt und im neuen Puppentheater begeistern. Fünf bis sieben Veranstaltungen wird es in dieser Zeit geben. Sprachbarrieren soll es keine geben, denn die Stücke sind so ausgelegt, dass sie entweder sehr wenig Sprache beziehungsweise auf Deutsch gespielt werden oder vordergründig visuell hervorstechen.

Den Auftakt macht eine Parade durch die Innenstadt.  Die Stücke selbst sind für Kinder ab zwei Jahren und für Erwachsene.  Auf dem Hauptmarkt gibt es lediglich einen Vorgeschmack auf die eigentlichen Stücke „und wir haben die Aufführungen so gelegt, dass man sogar jede anschauen kann“, sagt Monika Gerboc. Auch Diskussionsrunden, unter den Titeln „Cyberterror“, „Politisches Theater“ und „Theater von Anfang an“ wird es unter der Reihe „Kaffeesahne“ geben. Diese Gesprächsrunden von Freitag bis Sonntag jeweils von 14:00 bis 15:30 Uhr im Foyer des Puppentheaters statt.

Weiterhin gibt es Stücke, die allein mit Händen oder gar Füßen gespielt werden oder mit Farbe. Auch Kartons und nackte Menschen sind in einem Stück vorhanden. Doch keine Sorge: Zu jedem Stück steht die empfohlene Altersfreigabe dabei – zu finden auf den zahlreich ausliegenden Flyern und Booklets, die es ab kommenden Montag gibt.

Der Aufwand für das gerade einmal 13-köpfige Puppentheater-Team ist enorm. „Daher sind wir auch um jede Unterstützung sehr dankbar“, so Gerboc. Und so greifen 35 Ehrenamtliche dem Team unter die Arme. Weiterhin sorgen jeweils ein Techniker pro Spielstätte für beste akustische und visuelle Erlebnisse. Jeweils zwei Ersthelfer des DRK und zweifaches Security-Personal sind für Notfälle sofort zur Stelle.

Kultour Z. –Geschäftsführer Jürgen Flemming rechnet mit rund 2.000 Zuschauern. Die Kosten für das Festival von etwa 80.000 Euro werden zu einem Drittel von der städtischen Tochtergesellschaft selbst getragen. Weitere Kosten werden durch Kooperationen gedeckt.

Wer sich noch Karten sichern möchte, sollte das bald tun, „denn ob es noch welche an der Abendkasse geben wir, ist ungewiss“, sagt Gerboc.

Karten gibt es an der Tourist Information, im Ticket Shop im Globus-Center und in allen bekannten VVK-Stellen der Kultour Z. Alle Informationen zum Festival finden Sie auf der Website unter:

www.puppentheater-zwickau.de/internationalespuppentheaterfestival

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