Interview mit Horst Steffen: „Es ist insgesamt recht homogen“

Cheftrainer Horst Steffen im Interview. Foto: Nicole Neubert

Cheftrainer Horst Steffen im Interview. Foto: Nicole Neubert

Wie haben Sie sich in Chemnitz und im Verein bis jetzt eingelebt?

Horst Steffen: So langsam gut, ich habe jetzt eine Wohnung. Es fehlen nur noch ein paar Möbel, die allerdings bald kommen und dann wird es richtig gut.

Und was den Verein betrifft, wie sieht es da aus?

Im Verein ging das relativ zügig. Ich habe Leute in meinem Umfeld, die mir wohl gesonnen sind. Das betrifft das gesamte Team und die Mannschaft. Sie sind alle sehr bemüht, dass wir Dinge umsetzten können. Es ist ein sehr angenehmes Arbeiten, das merkt man auch im Training.

Bei was spezifisch? Wie ist das Gefühl zur Mannschaft?

Wir hatten einige Einheiten die sehr knackig waren, bei denen die Jungs an das Limit gehen mussten. Das Schöne, sie ziehen mit uns und wissen, dass es die Basis für die Saison ist. Sie haben einige Erfahrungen gemacht, dass das was wir trainieren dann auch wirklich auf dem Platz umsetzbar ist. Somit merken sie das sie mir glauben können und das es funktioniert, was ich sage. Dementsprechend bin ich bisher rundum zufrieden.

Gibt es bereits Ziele für die baldig startende Saison?

Wenn man die Liga in den letzten drei Jahren reflektiert, dann weiß man, dass es nicht wirklich möglich ist ein Ziel realistisch auszugeben. Wir treten mit dem Ziel an, eine Mannschaftsleistung auf den Platz zubringen, die die Leute begeistert. Welche Punktzahl dabei rauskommt, ist nicht möglich abzuschätzen. Der Funke vom Platz soll wieder auf die Tribüne und auf die Stehplätze übergehen. Die Leute draußen sollen sehen, das eine Mannschaft mit Herz am Werk ist.

Wenn man sich das Mannschaftsgefüge anschaut, welche Defizite herrschen und welche Positionen sind besonders stark besetzt?

Ich glaube, es ist insgesamt recht homogen. Viele Ausfälle dürfen wir uns jedoch nicht erlauben, da der Kader nicht allzu groß ist. Wir müssen mit unserem Budget haushalten und dementsprechend auch auf den ein oder anderen Spieler, den ich noch im Kopf habe, verzichten. Das sind aber die faktischen Bedingungen. Letzten Endes habe ich eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt.

Herrscht bei Ihnen im Kopf schon eine Stammelf?

Im Kopf habe ich eine „Elf“, doch das ändert sich auch von Wochenende zu Wochenende, von Spiel zu Spiel. Natürlich gibt es ein paar gestandene Jungs, die ich da schon vor Augen habe.

Welche Taktik möchten Sie verfolgen?

Wir wollen flexibel spielen. In der in der Defensive attackieren und auch einmal von hinten heraus kommen. Wir wollen durch die Mitte oder über Außen kombinieren und Abschlüsse machen. Es soll ein variables Spiel werden. Mal auf Konter spielen aber auch mal aus dem Spielaufbau heraus kommen. Wir müssen die Lücken finden. Das alles versuche ich nun in der Kürze der Zeit rüberzubringen. Ansätze sehe ich in den Testspielen. Jetzt muss es noch in den Spielen umgesetzt werden, wo es Punkte gibt.

Gibt es schon einen Führungsspieler, den Sie als Kapitän im Hinterkopf haben?

Wir haben ein paar Führungsspieler auf dem Feld. Das sind die noch hier Gebliebenen. Ich glaube davon wird ein Kandidat als Kapitän bestimmt aber möglicherweise wählen wir. Es gibt jedenfalls genügend Kandidaten die das Amt mit Sicherheit gut ausführen können. Das ist nicht nur einer, der das machen sollte.

Vielen Dank.

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