“Irgendwo müssen wir anfangen”

Krankenpflegerin Sarah Bergert zeigt Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch, und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die neue Klinik-App. Auf dieser die Daten der Patieten hinterlegt und für alle Pfleger einsehbar. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Pflegekräfte aus dem Ausland aquirieren, interessierte Menschen umschulen, ausgetretene Pflegekräfte zurückgewinnen und den Beruf nicht mehr so schlecht reden – das ist die Botschaft, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstagabend bei seinem Besuch in der Paracelsus-Klinik hinterließ.

„Das Geld ist da, aber uns fehlen die Menschen. Und irgendwo müssen wir anfangen“, sagte der Minister auf die Aussage, dass 13.000 neu geschaffene Stellen ein Tropfen auf dem heißen Stein wären. So würde in Ländern wie Rumänien und Bulgarien über dem eigenen Bedarf ausgebildet werden. Etwa 1.000 Leute warten auf ein Visum, „aber die einen kriegen wir nicht raus, und die, die wir brauchen, kriegen wir nicht rein“, kritisiert Spahn das bürokratische Vorgehen in Deutschland.

Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, sieht der Minister darin, dass die Teilzeitarbeitnehmer zumindest zwei Stunden mehr arbeiten könnten- auch wenn ihm diese Aussage bereits einen medialen Shitstorm einbrachte. „Wenn man bedenkt, dass diese 40 Prozent dem folgen, dann kommen eine Menge Stunden zusammen.“ aj

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